Titelaufnahme

Titel
Geben und Nehmen : über die individuelle Bedeutung geerbter Gegenstände / vorgelegt von Simone Veronika Maier
Verfasser/ VerfasserinMaier, Simone Veronika
Begutachter / BegutachterinSchrutka-Rechtenstamm Adelheid
Erschienen2010
Umfang116 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Erbe / Trauerarbeit / Sachkulturforschung / Erbe / Trauerarbeit / Sachkulturforschung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20616 Persistent Identifier (URN)
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Geben und Nehmen [0.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem nach wie vor brisanten Thema, nämlich mit dem Erben. Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens damit konfrontiert; ob es nun darum geht, als ErblasserIn ihr Vermögen weiterzugeben, oder aber, sie finden sich in der Rolle der/des ErbIn wieder und nehmen etwas vom Besitz eines anderen an. Was bis jetzt allerdings kaum wissenschaftlich aufgearbeitet wurde sind kulturwissenschaftliche Betrachtungsweisen rund um dieses Thema, das auf der Geben ? Nehmen ? Dichotomie beruht. Die Arbeit setzt sich darum das Ziel, nicht nur dem Erbvorgang, sondern auch Gegenstände und ErbInnen einen Raum zu geben. Beginnend mit einer Einführung zum österreichischen Erbrecht und einigen Begriffserklärungen, wird der Bogen gespannt zur volkskundlichen Trauerforschung, da Erben und Tod meist in Beziehung zueinander stehen. Ausführungen zur Sachkulturforschung geben den Analysen zu materiellen Gegenständen einen theoretischen Rahmen; auch die Rolle des sozialen Erbes wird thematisiert. Im anschließenden empirischen Teil werden anhand von zwei Einzelfallstudie u.a. zwei zentrale Fragen beantwortet: wie gehen Menschen mit geerbten Gegenständen um und ? welche Bedeutung messen sie ihnen bei? Ferner interessierte ebenso der biographische Werdegang meiner beiden Personen, ihr familiäres Umfeld, der Erbgegenstand selbst als auch der jeweilige Aufbewahrungsort. Anhand der Methode der ?Dichten Beschreibung? von Clifford Geertz, sowie der narrativen Interviewführung durch Fritz Schütze wird versucht, Emotionen gegenüber den geerbten Gegenständen, aber auch den Umgang mit ihnen herauszufiltern. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung zeigen, wie unterschiedlich meine beiden Interviewpartner mit ihren Erbgegenständen umgehen. Während es meiner Interviewpartnerin gelingt, sie in ihren Alltag zu integrieren, fällt es meinem anderen Gesprächspartner schwer, sein Erbe anzunehmen und es Teil seines Lebens werden zu lassen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present degree dissertation deals with a theme, which is as much present as it was in former times, that is to say ? the heritage of something. In process of time, nearly everyone will be confronted with pivotal questions about herit. Until now, there does hardly exist any cultural study which is related to this theme. This paper has the aim to give both sides a room. To conjunction with, the attention doesnt turn only on judicial context, but on inheritors and their exposure to legacy. The study is subdivided into two parts, one theoretic and the other empiric. The theoretic part consists on essays on the Austrian inheritance law, the connection between death and cultural theory and the explanation concerning assumptions of research results referred to studies about things; further, the role of social heritage will be discussed. There are two central questions, which should be closely analyzed: In which way do people deal with legacy and, which importance do they ascribe to them? On the basis of two single case studies with inheritors, the questions will be answered. Biographical information, family environments, their dealing with legacy and its repository were central in discussing and answering this research questions. In order to do this, several methods had been used, for example the so called ?thick description? from Clifford Geertz and the narrative interviewing by Fritz Schütze . The goal is to find out, what importance these things have for the r owners. The study clearly shows how different people deal with their heritage and, which role emotions and memories play in this context. One result of the qualitative analysis was the difference concerning the handling of the inheritance. While my first heiress was able to integrate inheritance into their life ? although it was a painful step ? was the second person I talked to not able to do so. Instead, it seems that he quarrels with the burden of inheritance.