Titelaufnahme

Titel
Berufsbiografien von TranslatorInnen für Russisch : prototypische ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen oder noch viel mehr? / vorgelegt von Christina Pein
Verfasser/ VerfasserinPein, Christina
Begutachter / BegutachterinGrbic Nadja
Erschienen2011
Umfang206 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Russisch / Übersetzer / Dolmetscher / Berufswahl / Berufsbild / Berufslaufbahn / Russisch / Übersetzer / Dolmetscher / Berufswahl / Berufsbild / Berufslaufbahn / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20524 Persistent Identifier (URN)
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Berufsbiografien von TranslatorInnen für Russisch [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit sind Fragen zu Motivationsprozessen, Berufsvorstellungen, Perspektivenerweiterungen und Orientierungswechseln in Berufsbiografien von TranslatorInnen für Russisch. Das Ziel ist es herauszufinden, welche Beweggründe die befragten Personen hatten, um sich für ein ÜbersetzerInnen- bzw. DolmetscherInnenstudium in der Sprache Russisch zu entscheiden. Es soll erhoben werden, in welchen Bereichen die AbsolventInnen tätig sind, welche Aufgaben ihre Tätigkeitsbereiche umfassen und inwiefern sich diese mit den Berufsprofilen in der translationswissenschaftlichen Literatur decken.Weiters wird auch der Frage nachgegangen, ob sich aus den Analysen der Erzählungen die Notwendigkeit ergibt, das Konstrukt des/der typischen ÜbersetzerIn bzw. des/der typischen DolmetscherIn als notwendigen Zielpunkt jedes/r AbsolventIn des Russischlehrganges zu überdenken.Im ersten Teil der Arbeit wird ein Überblick gegeben über die Biografieforschung, die den Forschungsgrundsatz dieser Arbeit darstellt. Danach folgen die Merkmale des autobiografischen Erzählens. Im zweiten Teil wird das narrative Interview umrissen, die Vorbereitungen für die Interviews mit den 11 AbsolventInnen des Russischlehrgangs dargestellt und die Datenanalyse erläutert, wie sie im Rahmen der Grounded Theory Anwendung findet.Am Ende der Datenanalyse stehen 8 theoretische Kategorien. Diese 8 Kategorien erlauben es die Interviews hinsichtlich der Unterschiede und Ähnlichkeiten in den Biografien zu vergleichen und zu interpretieren. Die empirische Untersuchung ergab, dass es nicht möglich ist die erhobenen Berufsbiografien den in der Literatur nachlesbaren Berufsbildern zuzuordnen. Jedoch konnte ein gemeinsames Phänomen herausgefiltert werden, welches die Berufswege aller TranslatorInnen bestimmt und dies unabhängig davon, ob sie als ÜbersetzerInnen bzw. DolmetscherInnen tätig sind oder nicht. Bei allen BiografieträgerInnen besteht der ausgeprägte Wunsch nach beruflicher Abwechslung.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with motivational processes, career ideas, changes in career paths and the broadening of perspectives in professional biographies of translators and interpreters of Russian. The aim is to determine (1) why interviewees decided to study Russian translation or interpretation, (2) in which areas they have worked since graduation, (3) what kinds of tasks their jobs entail, and (4) to what extent those tasks match the (traditional) professional profiles found in translation studies literature. Furthermore, this thesis also addresses the question as to whether the results obtained from the interview analysis call for a rethinking of the construct of the typical translator or interpreter as the necessary goal of graduates of Russian translation and interpretation studies.The first part of this thesis provides an overview of biographical research, which is the research principle of this thesis. Characteristics of autobiographical reports are dealt with subsequently. The second part of the thesis outlines the narrative interview as such and explains the preparation that went into the interviews with eleven graduates of Russian translation and interpretation studies. It also provides insight into the data analysis used in Grounded Theory.At the end of the data analysis, eight theoretical categories are presented. These categories make it possible to compare and interpret the interviews in terms of differences and similarities between the individual biographies. The results of this empirical study indicate that it is not possible to match the collected professional biographies with the professional profiles found in translation studies literature. However, one common principle seems to determine the professional paths of all translators and interpreters regardless of whether they actually work in the field of translation or not: they all express a distinct desire for professional variety.