Titelaufnahme

Titel
Lilith und das Ende der Welt : Geschlechterrollen und religiöse Elemente in der TV-Serie Supernatural / eingereicht von Lisa Kienzl
Verfasser/ VerfasserinKienzl, Lisa
Begutachter / BegutachterinHeimerl Theresia
Erschienen2010
Umfang100 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND) Supernatural / Böse Frau / Geschlechterrolle / Supernatural / Böse Frau / Geschlechterrolle / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20508 Persistent Identifier (URN)
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Lilith und das Ende der Welt [1.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Darstellung der Geschlechter sowie die Verwendung von religiösen Elementen in TV-Serien im amerikanischen Raum waren für die Auseinandersetzung mit der US-amerikanische TV-Serie SUPERNATURAL, die seit 2005 im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt und von Eric Kripke und Sera Gamble produziert wurde, von besonderer Bedeutung. Der Konstruktion einer mythisch geprägten Gesellschaft innerhalb der Serie liegen anglo-amerikanische Urban Legends, traditionelle Volksmythen sowie zahlreiche religiöse Versatzstücke zugrunde. In diesem Zusammenhang werden auch Engel und Dämonen dargestellt, die eine starke Einbettung in die jüdisch-christliche Tradition aufweisen. Eine bedeutende Dämonin in dieser Darstellung ist Lilith. Ihre mythologische Figur ist historisch betrachtet eine Verschmelzung unterschiedlicher religiöser Mythen und Geschichten. Die Anfänge ihrer Charaktere innerhalb der Serie sind geprägt von einem starken und modernen Frauenbild, welches sich im Verlauf der Handlung ändert und ein negatives fremdbestimmtes Ende findet. Sie zeigen den Willen zum Bösen und verführen die männlichen Charaktere, ihre Handlungen werden jedoch von einer zweifelhafte Selbstständigkeit begleitet, die durch die Selbstopferung für die Auferstehung des Teufels bestätigt wird. Die Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Dämoninnen der jüdisch-christlichen Tradition sind eindeutig bestimmbar, auch wenn ebenfalls zahlreiche moderne Elemente eingeflossen sind. Trotz des Verführungsmoments spielt das weibliche Böse nur eine untergeordnete Rolle, denn das Männliche ist im Guten wie im Bösen das dominierende Geschlecht.

Zusammenfassung (Englisch)

The representation of gender as well as the use of religious elements play a major role in the US-American TV-Show SUPERNATURAL (Mystery / Horror / Drama). SUPERNATURAL has been on air since 2005 and is produced by Eric Kripke and Sera Gamble. Anglo-American Urban Legends, traditional lores and myth as well as numerous religious elements (especially in the Jewish-Christian tradition) create the foundation to support the construction of a mythological society within the show. One of the most significant demon in this TV-Show is Lilith. The mythological figure is a historical fusion of several different religious myths and stories. Within SUPERNATURAL'S mythological construction, however, she is portrayed as the first demon created by the devil. Numerous elements of the historical-mythical figure Lilith are reflected in both female demons Lilith and Ruby. While Lilith barely perceives the role of the sexually enticing woman, this role is assumed with Rubys character. In the beginning their characters show a strong and modern perception of women, while during the story line this picture negatively changes. They appear to be evil women although their actions have only one purpose: to sacrifice their lives for the devil's resurrection. The parallels in the characteristics between demons of the Jewish-Christian tradition and Lilith as well as Ruby are unambiguously determinable. Finally it appears that female seduction is only used to achieve the devil's resurrection. Hence, the male gender is the dominating one in the representation of good and evil. Indeed, male characters in SUPERNATURAL are represented far more differentiated, but still influenced by traditional pictures. Providing the conclusion that the importance of gender categories and their power has to be recognized ? in SUPERNATURAL as well as in real society.