Titelaufnahme

Titel
Die Napoleon Villa in Graz / vorgelegt von Helga Reisinger
Verfasser/ VerfasserinReisinger, Helga
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2011
Umfang146 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz-Geidorf / Villa / Geschichte / Graz-Geidorf / Villa / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20449 Persistent Identifier (URN)
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Die Napoleon Villa in Graz [7.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Ziele dieser Arbeit waren es, einerseits die bauhistorische Substanz des Objektes Herdergasse 3 zu erfassen, kunsthistorisch einzuordnen und andererseits auch jene Zeit genauer zu beleuchten, in der Louis Bonaparte, Bruder Napoleons I. und ehemaliger König von Holland, Eigentümer dieses Hauses war.Zunächst wurde auf die Entwicklung der Grazer Vorstädte im Osten, im Besonderen im Bezirk Geidorf, Bezug genommen und die Frage aufgeworfen, ob das Haus Herdergasse 3 als sogenannter ?Gülthof? errichtet wurde. Diese Annahme wurde dadurch erhärtet, dass das Haus in seiner Bausubstanz nicht nur renaissancezeitliche Prägung zeigt, sondern in seinem Erscheinungsbild einem typischen Herrschaftshaus der Zeit entspricht. Für die zeitliche Zuordnung spricht unter anderem auch der an der Nordwest-Ecke asymmetrisch angebrachte Eckerker. Besondere Bedeutung erlangte das Haus wegen dessen im Jahre 1811 erfolgten Erwerbs durch Louis Bonaparte nach seiner Abdankung als König von Holland. Dieser Ankauf konnte durch grundbücherliche Eintragungen nachgewiesen werden. Das Leben und die Persönlichkeit von Louis Bonaparte wurden eingehend erfasst, auch um die Motivation für sein Grazer Exil zu beleuchten und den Auswirkungen seines Aufenthaltes in Graz nachzugehen. Das Exil von Louis Bonaparte in Graz währte allerdings kaum mehr als drei Jahre und er verkaufte Haus und Anwesen im Jahre 1814 an seinen Bruder Jerome Bonaparte. Wenige Monate später wurde die Liegenschaft an eine Österreicherin weiterverkauft. Die nachfolgenden Eigentumsverhältnisse an der Villa, deren Nutzungsgeschichte sowie deren heutige Verwendung und die damit verbundene Frage der Erhaltung dieser historisch wertvollen Bausubstanz wurden eingehend erörtert. Eine Darstellung der kunsthistorisch wesentlichen architektonischen Details rundet das Bild der ?Napoleon Villa in Graz? ab.

Zusammenfassung (Englisch)

The goals of this work were, on the one hand, to document the architectural and historical fabric of the property Herdergasse 3 and to classify this in art historical terms and, on the other hand, to throw light more precisely on the time period during which Louis Bonaparte, Napoleon 1?s brother and a former king of Holland, was the owner of this house.To begin with, reference is made to the development of the Graz suburbs in the east, in particular of the Geidorf district, and the question broached as to whether the Herdergasse 3 house was erected as a so-called "Gülthof". This notion was substantiated, not only by the renaissance character of the house?s architectural and historical fabric, but also by its appearance as a mansion that is typical of this time. Amongst other things that also provide support for the chronological assignment is the corner bay which is placed assymetrically in the north eastern corner.The house gained special significance as a result of its purchase in 1811 by Louis Bonaparte following his abdication from the throne of Holland. This purchase could be confirmed by entries in the land register. The life and personality of Louis Bonaparte were thoroughly covered, among other reasons to cast light on the reasons motivating his exile in Graz and to follow up the effects of his residence in Graz. Louis Bonaparte?s Graz exile lasted barely three years however and in 1814 he sold the house and the estate to his brother, Jerome Bonaparte. A few months later the property was resold to an Austrian woman. The subsequent ownership history of the villa, the uses to which it was put by its owners, including its present use and the question of the preservation of this historically valuable building associated with the latter, are discussed in detail. A presentation of the essential art historical architectonical details completes the picture of the ?Napoleon Villa? in Graz.