Titelaufnahme

Titel
Vom absolut Gewöhnlichen und dem für gewöhnlich Absoluten : Ästhetik nach Wittgenstein / eingereicht von Markus Höfler
Verfasser/ VerfasserinHöfler, Markus
Begutachter / BegutachterinPortmann Paul ; Bartsch Kurt
Erschienen2011
Umfang264 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Wittgenstein, Ludwig / Ästhetik / Wittgenstein, Ludwig / Ästhetik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20397 Persistent Identifier (URN)
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Vom absolut Gewöhnlichen und dem für gewöhnlich Absoluten [1.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern die späte Philosophie Ludwig Wittgensteins sowie dessen Anmerkungen zur Ästhetik für die Auseinandersetzung mit ästhetischen Phänomenen im 21. Jahrhundert fruchtbar gemacht werden können. Im ersten Teil wird der Begriff des Kunstwerks problematisiert und gezeigt, dass die anglo-europäischen Ästhetiken notgedrungen in Aporien führen. Die Frage, die diese Ästhetiken hierbei zu klären haben, lautet: Was sind die Kriterien, die eine Urteilende zur Hand hat, damit sie entscheiden kann, ob es sich bei einem bestimmten Gegenstand um ein Kunstwerk oder einen alltäglichen Gegenstand handelt? Diese Aporie löst sich hingegen auf, wenn mithilfe der späten Philosophie Wittgensteins ein Perspektivenwechsel vollzogen wird. Durch diesen Perspektivenwechsel wird gezeigt, dass letztlich nicht die Eigenschaften eines Gegenstands darüber entscheiden, ob ein bestimmter Gegenstand ein Kunstwerk ist, sondern vielmehr der diskursive Rahmen in dem dieser Gegenstand eingebettet ist. Es stellt sich heraus, dass der ästhetische Kanon als normatives Kriterium des ästhetischen Urteils fungiert.Im zweiten Teil dieser Arbeit wird dieser diskursive Rahmen, in dem das ästhetische Urteil eingebettet ist, genauer analysiert. Vor allem die Genese eines Kanons und dessen institutionelle Einbettung in Archive stehen hierbei im Mittelpunkt. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist hierbei eine Memotik genannte Wissenschaft, die die Genese von ästhetischen Kanones und eine adäquate Beschreibung der ästhetischen Urteilsfindung ermöglicht. Die Erkenntnisse in Bezug auf die Memotik gelten aber nicht nur für die Ästhetik, sondern lassen sich auch auf alle anderen Wissenschaften übertragen.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation is reconsidering the question, in what extent the later philosophy of Ludwig Wittgenstein and his remarks on aesthetics can be fructified for the discussion about aesthetic phenomena in the 21st century. In the first part the problems of the concept of artwork will be expounded and it will be shown, that the Anglo-European aesthetics necessarily lead into aporia. The question that has to be resolved says: What are the criteria, which someone, who wants to deliver an aesthetical judgment, can fall back to, to decide if a particular object is an artwork or an ordinary object. This aporia will disappear, if a change of perspective will be carried out via the late philosophy of Wittgenstein. By means of this change of perspective it will be shown, that the features of a particular object can?t decide on the question, if a particular object is an artwork or not. It?s only the discursive framework, in which this particular object is embedded, that decides this question. It will be emphasized, that the aesthetical canon acts as the normative criterion of aesthetic judgments. In the second part of this dissertation the discursive framework, in which aesthetical judgments are embedded, will be analyzed. The result of this analysis will be a science, which I call Memotik and which allows an adequate description of the genesis of aesthetical canons and the aesthetical judgments. All the conclusions of the Memotik do not only have importance for the Memotik itself, they can be applied to all other sciences as well.