Titelaufnahme

Titel
Passage in die Selbstständigkeit : Psychiatriebetroffene auf ihrem Weg aus dem schützenden Bereich sozialpsychiatrischer Versorgungseinrichtungen hin zu einem autonomen, selbstbestimmten Leben - das Projekt M4 / Ursula Neuhofer
Verfasser/ VerfasserinNeuhofer, Ursula
Begutachter / BegutachterinGasser-Steiner Peter
Erschienen2010
Umfang160 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Psychische Störung / Betreuung / Alltag / Eigenständigkeit / Psychische Störung / Betreuung / Alltag / Eigenständigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20252 Persistent Identifier (URN)
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Passage in die Selbstständigkeit [1.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema dieser Arbeit ist der Übergang von einem Klienten sozialpsychiatrischer Versorgungseinrich-tungen hin zu einem selbstständigen, autonomen Akteur abseits der (schützenden) Mauern dieser Insti-tutionen. Dabei wurde neben der allgemeinen Lebenssituation psychisch kranker Menschen der Fokus vor allem auf eine mögliche Art dieses Überganges in Form des Projektes ?M4? gelegt. Das Projekt M4 bietet Betroffenen die Möglichkeit, im geschützten Rahmen einer Projektwohnung (gemeinsam mit anderen, jedoch ohne jegliche Betreuung durch Professionisten), schrittweise individuelle Selbst-ständigkeit abseits der Betreuungsstruktur einer Tagesstätte zu gewinnen und zu erproben und damit in Eigenverantwortung einen Teil der persönlichen Freizeit zu gestalten. In der Zusammenführung von theoretischen und empirischen Befunden wurde die Lebensrealität und der Alltag mit einer psychi-schen Krankheit dargestellt, um ein grundlegendes Verständnis für die Lebenssituation und die Hand-lungspraxis psychisch kranker Menschen zu bereiten, da diese nicht nur den Alltag selbst, sondern auch ein solches Projekt und sein Gelingen in entscheidender Weise prägen können. Auf Basis qualita-tiver Interviews wurde so eine Gegenüberstellung der Lebensrealitäten von normalen Tagesstätten-klientInnen und M4-ProjektteilnehmerInnen vorgenommen und deren Schwierigkeiten auf dem Weg zurück zu einem selbstständigen Leben herausgearbeitet. Im Blick auf das Projekt selbst wurde dessen ?Innenleben? näher betrachtet und der konkreten Ausgestaltung des durch das Projekt definierten Rahmens nachgegangen: eine Bestandsaufnahme der internen Vorgänge und Entwicklungen im dritten Jahr des Bestehens. Darüber hinaus wurden die spezifischen Funktionen herausgearbeitet, die das Projekt und die Mitarbeit darin für die TeilnehmerInnen übernehmen. In einem letzten Schritt wurden ? aufbauend auf diesen Erkenntnissen ? die ursprünglichen Projektgedanken um und deren Umsetzung nach einer Projektlaufzeit von 3 Jahren beurteilt.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this paper is the transformation the life of a psychiatric patient passes trough in the transi-tion from the spheres of caring institutions (such as so called ?day structure services?) back to a life in self-determination and autonomy, without the help and the supportive care of these services. The main aspect of this transformation ? and the life of mental patients in general ? is the establishment of struc-turing abilities, social skills and competencies in organizing one?s everyday life. The project ?M4? stands for all of these things. It can be seen as a sort of social experiment in which clients of a social-psychiatric day-care centre are given some space (in concrete terms: a flat) where they can practice and improve these abilities and spend their free-time together (without any professional aid or any kind of supervision). Based on theoretical and empirical findings, the patients' reality of life and the everyday component of mental disorders were pointed out first to prepare some kind of understanding for the impact of the disease ? not only on everyday life, but also on the development of a project like the one discussed. Based on the data of the interviews, one can find huge differences concerning the realities of life of both groups ? the clients of day structure services and the persons in the project-group ? and the way they organize and structure their everyday life. They already seem to be on their own ?way back to normality?. With respect to the project itself, there was taken a look ?inside? the daily life of the project ? the way the flat is used, the roles that are taken and the forms of personal dedication that emerge from these roles. Furthermore the different functions of the flat and the project-group itself were pointed out and finally the project was evaluated considering the initial goals of the initiators of the project and to which extent they were achieved in its 3-year-runtime.