Titelaufnahme

Titel
Die Konstruktion von Wissen in der Wissensgesellschaft und ihre Implikationen für die lernende Organisation / Katharina Karoline Stöttinger
Verfasser/ VerfasserinStoettinger, Katharina
Begutachter / BegutachterinStock Michaela
Erschienen2010
UmfangII, 100 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Wissensmanagement / Organisatorisches Lernen / Wissensmanagement / Organisatorisches Lernen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20242 Persistent Identifier (URN)
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Die Konstruktion von Wissen in der Wissensgesellschaft und ihre Implikationen für die lernende Organisation [0.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Veränderte Bedingungen der Wissenskonstruktion in der Wissensgesellschaft führen zu veränderten Wissenskonzeptionen, die wiederum einen veränderten Umgang mit Wissen bewirken. Wissenskonzeptionen werden so zum erfolgskritischen Faktor für lernende Organisationen. Ziel dieser Diplomarbeit ist es daher, verschiedene Wissenskonzeptionen zu beschreiben und ihre soziologischen, betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Implikationen in Hinblick auf die Problemfelder Konvertierung, Bewertung und Verwertung zu untersuchen, wobei jeweils auf die Spannungen zwischen implizitem und explizitem Wissen, objektiven und subjektiven Wissenskomponenten und individuellen und organisationalen Verwertungsinteressen eingegangen wird. Unterschieden wurde dabei zwischen objekt- und prozessorientierten Wissenskonzeptionen, wobei erstere propositionales Wissen, explizites Wissen und Wissen 1. Ordnung umfassen und zweitere Handlungswissen, implizites Wissen und Metawissen. Die Dominanz einer wirtschaftlichen Verwertungslogik im Wissensdiskurs führt dazu, dass Wissen hauptsächlich als Ressource konzipiert wird, wodurch objektorientierte Wissenskonzeptionen in der Vordergrund rücken, weil sich diese eher mit den typischen Attributen von materiellen Ressourcen (Quantifizierbarkeit, Knappheit, Eigentum) in Einklang bringen lassen. Während objektorientierte Wissenskonzeptionen zu einer Gleichsetzung von Wissen und Information einladen und somit zu einer Überbetonung technologischer Aspekte führen, schärfen prozessorientierte Wissenskonzeptionen das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Multiperspektivität, Diskurs- und Konfliktkompetenz, wodurch sie sowohl den Zielen der lernenden Organisation als auch dem humanistischen Bildungsideal entgegenkommen. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass WirtschaftspädagogInnen für eine verstärkte Durchsetzung von prozessorientierten Wissenskonzeptionen in der Berufsbildung sowie in der lernenden Organisation eintreten sollen.

Zusammenfassung (Englisch)

Changing conditions in the discursive construction of a knowledge in a knowledge society lead to changing conceptions of knowledge, which in turn influence the management of knowledge. Knowledge conceptions thus become a critical success factor for learning organizations. This diploma thesis therefore aims at describing various knowledge conceptions and at examining their sociological, economical and pedagogical implications with regard to conversion, assessment and use, exploring the tensions between implicit and explicit knowledge, subjective and objective knowledge components and individual and organizational interests. The analysis was based on a distinction of object- and processoriented knowledge conceptions, the former covering propositional knowledge, explicit knowledge and knowledge of the first order, the latter covering action oriented knowledge, implicit knowledge and meta knowledge. The strong impact of economic considerations on the current discourse on knowledge leads to a prevalence of the resource metaphor as way to conceptualize knowledge, favoring object-oriented conceptions of knowledge as they are more easily aligned with typical attributes of material resources (quantifiability, scarcity, property). Whereas object-oriented conceptions of knowledge promote the confusion of knowledge and information, thus often resulting in a misplaced focus on technological aspects, process-oriented conceptions of knowledge highlight the role of the subject and increase awareness of the necessity of multiperspectivity, discourse- and conflict-management skills, thus promoting an approach that better accommodates the needs of learning organizations as well as the ideal of humanist education. This paper therefore concludes that people concerned with business education and development should advocate the implication of a process-oriented conceptions of knowledge in learning organizations as well as business education in general.