Titelaufnahme

Titel
"Wunderpflanze Sojabohne" : die Sojabohne in Österreich ; Auswirkungen einer botanischen Innovation auf die Landwirtschafts- und Nahrungskultur / vorgelegt von Sabine Eggler
Verfasser/ VerfasserinEggler, Sabine
Begutachter / BegutachterinJontes Günther
Erschienen2011
Umfang155 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sojabohne / Österreich / Sojabohne / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20181 Persistent Identifier (URN)
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"Wunderpflanze Sojabohne" [2.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Sojabohnen werden in Ostasien schon seit Jahrtausenden wegen ihres Reichtums an Eiweiß als Viktualien geschätzt. Vor rund hundert Jahren wurden sie auch im Westen als Nahrungsmittel erschlossen, um auf der Basis der ?rationellen Volksernährung? die Versorgung der Menschen mit Eiweiß zu gewährleisten. Dass die ?Entdeckung der Soja? im Westen in dieser Epoche erfolgte, war kein Zufall, sondern Ergebnis des Wissens und der Bedürfnisse der Zeit. Besonders in Österreich gab es immer wieder Idealisten, die versucht haben, die Bohne zu kultivieren und in die Ernährung zu integrieren. Heute findet die Soja vor allem als billiges Futter in der Tiermast Verwendung, wo das pflanzliche Eiweiß unter immensen Verlusten in tierisches transformiert wird. Der unmittelbare Konsum von Soja hingegen ist für jene ein Thema, die aus politischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, tier- und umweltschutztechnischen Motiven beschlossen haben, auf Fleisch zu verzichten. Die ?Ethno-Küche? hat zur Verbreitung asiatischer Soja-Erzeugnisse wie der Sojasauce und dem Tofu beigetragen. Die Regale unserer Geschäfte füllen sich mit Soja-Produkten - vornehmlich aus österreichischem Anbau und Produktion -, auch das ?Wellness?-Segment hat die Bohne ob ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften entdeckt. Ziel dieser Arbeit ist es, aus kulturwissenschaftlicher Perspektive darzustellen, wann und wie die Soja nach Österreich kam und auf welche Weise sich die Ernährungsinnovation in die kulinarische Landschaft integriert hat.

Zusammenfassung (Englisch)

For thousands of years soybeans have been appreciated in the Far East as victuals because of their high content of protein. About a hundred years ago they have been discovered by the western world in order to guarantee the supply with proteins on the basis of a ?rational peoples diet?. The ?discovery of the soybean? in the west during this time was no accident but the result of current knowledge and needs. Especially in Austria there were always idealists who have tried to cultivate the bean and to integrate it into the regular diet. Today soy is used mainly as cheap animal food, where, vegetable protein is transformed into animal protein, only realized by huge efficiency losses. The direct consumption of soy, however, has become an issue for those who decided to refrain from meat for political, economical or health reasons or on grounds of animal and environmental protection. The ?ethnic cuisine? has contributed to the spread of Asian soybean products like soy sauce and tofu. Meanwhile the market shelves are full of relevant products, mainly cultivated and produced in Austria. As well as the wellness sector has adopted the bean for its health benefits. The aim of this paper is to present from a sociocultural point of view, when and how soy came to Austria and how this nutritional innovation has integrated into the culinary landscape.