Titelaufnahme

Titel
Bullying in der Hauptschule : ein Vergleich zwischen musizierenden und nicht-musizierenden Jugendlichen hinsichtlich Prävalenz und Erscheinungsformen / vorgelegt von Marianne Wiesenhofer
Verfasser/ VerfasserinWiesenhofer, Marianne
Begutachter / BegutachterinBrandau Johannes
Erschienen2011
Umfang318 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Hauptschule / Mobbing / Musik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20100 Persistent Identifier (URN)
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Bullying in der Hauptschule [18.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bullying unter SchülerInnen ist ein sehr aktuelles und gravierendes Problem an vielen Schulen. Folglich besteht das Interesse an geeigneten präventiven und intervenierenden Mitteln, was die Erforschung von Einflussfaktoren notwendig macht. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit Musik, speziell mit dem Musizieren als Einfluss auf dieses besondere Gewaltverhalten. Ziel der Untersuchung ist die Aufklärung über Unterschiede zwischen instrumental- sowie vokal-musizierenden und nicht-musizierenden Jugendlichen bezüglich der Verbreitung von TäterInnen sowie Opfern und der Erscheinungsformen von Bullying. Dazu wurde im theoretischen Teil dieser Arbeit auf das Bullying-Konzept eingegangen. Die TäterInnen- und Opfermerkmale, die verschiedenen Bullying-Formen, die risikoerhöhenden Bedingungen und die Folgen wurden erörtert. Anschließend wurde die Musik behandelt. Vor allem wurden ihre Stellung bei Jugendlichen und ihre Wirkungen, insbesondere des Musikhörens, des instrumentalen und vokalen Musizierens dargelegt. Danach wurden Zusammenhänge von Aggression, Gewalt und Bullying unter SchülerInnen mit dem Musizieren vorwiegend im Kontext von Schule, Musiktherapie und Neurowissenschaften erarbeitet. Im empirischen Teil zeigen die Resultate anhand einer quantitativen Untersuchung mittels Fragebogen, dass instrumental-musizierende Jugendliche seltener Opfer, TäterInnen und TäterInnen/Opfer von Bullying sind als Jugendliche, die kein Instrument spielen. Zudem mobben sie physisch und verbal ihre MitschülerInnen seltener. Des Weiteren sind singende SchülerInnen seltener TäterInnen und TäterInnen/Opfer als nicht-singende Jugendliche. Singende ältere Jungen sind auch seltener Opfer. Singende Jugendliche werden seltener physisch gemobbt und mobben auch physisch und verbal seltener ihre KlassenkollegInnen. Jedoch sind sie häufiger das Opfer von relationalem Bullying. Insgesamt weisen die Befunde darauf hin, dass sich musikaktive Maßnahmen zur Reduzierung von Bullying eignen.

Zusammenfassung (Englisch)

Bullying is a current and serious issue at many schools. Therefore an interest in adequate preventive and intervene means exists. So influences have to be investigated. This thesis is about the influence of music, especially the influence of making music on this specific violence behavior between pupils. The aim of the study is to clarify differences between adolescent making music, singing as well as instrumental music, and not-making music, regarding to the occurrence of bullies and victims and the different forms of bullying. Accordingly the first part of this thesis gives an overview of bullying. The characteristics of bullies and victims, the different forms of bullying, the terms of occurrence and the aftermath for bullies and victims had been clarified. Subsequently the music had been described. Particularly the importance of music for adolescent and musical effects, especially the effects of listening to music, singing and instrumental music had been elucidated. After this the coherence of aggression, violence and bullying between pupils and making music had been discussed mainly in context of school, music therapy and brain science. The empirical results of the quantitative approach using a questionnaire indicate, that adolescent making instrumental music are victims, bullies and bully/victims rarer than adolescent, who don`t play a musical instrument. Besides they bully their classmates physically and verbally rarer. Furthermore singing pupils are bullies and bully/victims rarer than not-singing adolescent. Also singing older boys are victims rarer. Singing adolescent will be bullied physically rarer and bully their classmates physically and verbally rarer too. However they will be bullied relationally quite often. All in all the results evidence, that music-active arrangements are qualified for reducing bullying.