Titelaufnahme

Titel
(Re)Präsentation von Geschlecht in Interaktionen : visuelle Präsentation von Politikerinnen in östereichischen Printmedien / Adelheid Leopold
Verfasser/ VerfasserinLeopold, Adelheid
Begutachter / BegutachterinScherke Katharina
Erschienen2010
Umfang114 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Druckmedien / Pressefotografie / Politikerin / Geschlechterrolle / Österreich / Druckmedien / Pressefotografie / Politikerin / Geschlechterrolle / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20058 Persistent Identifier (URN)
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(Re)Präsentation von Geschlecht in Interaktionen [1.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird die visuelle Präsentation von Politiker_innen in Printmedien empirisch untersucht. Der Fokus ist auf vergeschlechtlichte Formen der Darstellung und auf die Konstruktion von Geschlecht in der Politik gerichtet. Die Frage ist, ob Muster und Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Motivwahl, Perspektive etc. sichtbar sowie stereotype Zuschreibungen hinsichtlich von Geschlechterrollen erkennbar sind. Im historisch männlich geprägten Bereich der Politik sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert, ebenso in der medialen Darstellung. Diese Arbeit untersucht das Wie der Darstellung von Politiker_innen, der Fokus liegt auf der Analyse von dargestellten Situationen der Interaktion. Die visuelle Repräsentation von Politiker_innen erfolgt zu einem großen Teil über Massenmedien ? die Produktion der Bilder ist bestimmt durch Konventionen der Darstellung und des Zusammenspiels zwischen den Bereichen Politik und Medien. Diese Aspekte werden in der vorliegenden Arbeit ebenfalls beleuchtet.Die qualitativ angelegte empirische Untersuchung von Pressefotos erfolgt nach der dokumentarischen Methode der Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack, die auch formal-ästhetische und bildkompositorische Elemente einbezieht; hierfür wurde ein eigener Analyse-Leitfaden erarbeitet. Den Forschungsrahmen bildet die Methodologie der Grounded Theory, die vor allem das Vorgehen im Forschungsprozess und die fallübergreifende Analyse beeinflusst.Die Ergebnisse weisen auf Unterschiede in der Darstellung hin, die über die alltägliche geschlechtliche Performanz hinausgehen. Auch Medien sind performativ in der Erzeugung von Geschlecht, weil sie stereotypes Verhalten aufgreifen und in neuer Weise reproduzieren. So konnten einerseits Motive identifiziert werden, die eine stereotype geschlechtliche Performanz reproduzieren, andererseits ist auffällig, dass Politikerinnen in einzelnen Motivgruppen, die das politische Handeln widerspiegeln, unterrepräsentiert sind.

Zusammenfassung (Englisch)

This work investigates empirically the visual presentation of politicians in print media. Therefore, the focus lies on gendered forms of presentation and the way of how gender in politics becomes constructed. This work considers between gender patterns and differences in choice of motifs, perspective etc. and stereotypes in terms of gender roles. The occupational area of politics was historically minted through males and is still stronger occupied by them than by women. This aspect becomes numerically visible in females underrepresentation in politics and media. This work analyses in print media depicted situations of interaction and focuses on how female politicians are presented there. The visual representation of male and female politicians becomes predominantly realised through mass media. The production of pictures is determined by conventions of depiction and influenced by the interplay between politics and media. These aspects become also illuminated in this work. The qualitative empirical investigation of press photos is based on the documentary method of interpretation of pictures by Ralf Bohnsack. A special guideline for analysis was developed in order to consider formal aesthetic and compositional elements of each picture. The methodological framework is based on Grounded Theory that influenced the procedure of this research process and the aspect of cross case analysis. Results have shown differences that exceed every day?s gender performance. Media are performative in terms of the production of gender. They take on stereotype behaviour and reproduce it in a new form. On the one hand, motifs that reproduce a stereotype gender performance became identified. On the other hand, it is conspicuous that female politicians are underrepresented in particular motive groups that reflect political action.