Titelaufnahme

Titel
Pathological worry, intolerance of uncertainty, and emotional processing / submitted by Markus Gole
Verfasser/ VerfasserinGole, Markus
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne ; Papousek Ilona
Erschienen2011
UmfangVI, 139 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Ambiguitätstoleranz / Aversiver Reiz / Sorge / Ereigniskorreliertes Potenzial / Gefühl / Regulation / Ambiguitätstoleranz / Aversiver Reiz / Sorge / Ereigniskorreliertes Potenzial / Gefühl / Regulation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-20046 Persistent Identifier (URN)
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Pathological worry, intolerance of uncertainty, and emotional processing [4.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die erste Studie hatte zum Ziel, den moderierenden Einfluss der Unsicherheitsintoleranz (UI) auf ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs) während der Betrachtung und Antizipation von aversiven Bildern zu untersuchen. Sechzehn Probandinnen mit hoher UI und 16 Probandinnen mit niedriger UI betrachteten verschiedene Hinweisreize, welche den affektiven Inhalt des darauf folgenden Bildes anzeigten. Die Hauptergebnisse waren, dass während der Antizipations- und Expositionsphase sowohl frühe (< 300 ms) als auch späte (> 300 ms) EKPs durch die UI, aber auch durch die Hinweisreize und Bilder, moderiert wurden. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer veränderten Aufmerksamkeitszuwendung zu Unsicherheit und Defizite in der Emotionsregulationsfähigkeit diskutiert. Das Ziel der zweiten Studie war es, verschiedene Aufmerksamkeitsprozesse bei Personen, die sich viel sorgen, zu untersuchen. Zwanzig Probandinnen mit hoher Sorgenausprägung (SG) und 16 Probandinnen mit geringer Sorgenausprägung (KG) bearbeiteten eine emotionale Go/NoGo-Aufgabe mit sorgenerregenden Wörtern und neutralen Wörtern. Es konnte nur in der SG eine erhöhte Aufmerksamkeitszuwendung, vermehrte Sensitivität und erschwerte Aufmerksamkeitsabwendung beobachtet werden. Zudem zeigte die SG im Vergleich zur KG, dass sowohl eine Aufmerksamkeitsabwendung von Bedrohung erschwert ist als auch eine erhöhte Sensitivität für Bedrohung gegeben ist. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines dysfunktionalen Emotionsregulationssystems bei Personen, die sich viel sorgen, diskutiert.Die vorliegende Arbeit liefert drei wesentliche Ergebnisse. Erstens, dysfunktionale Aufmerksamkeitsprozesse bei Bedrohung sind vor allem bei Personen, die sich viel sorgen, gegeben und im geringeren Ausmaße bei Personen mit hoher UI. Zweitens, die elektrokortikalen Korrelate der UI wurden identifiziert. Drittens, sowohl Personen mit hoher Sorgenausprägung als auch hoher UI sind durch dysfunktionale Emotionsregulationsstrategien charakterisiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The first study investigated the moderating effect of intolerance of uncertainty (IU) during exposure to aversion and its anticipation using event-related potentials (ERPs). Sixteen subjects high in IU and 16 subjects low in IU underwent an affective cueing paradigm where a warning cue signaled the valence of a subsequent picture. The major findings were that during anticipation and exposure, early (< 300 ms) as well as late (> 300 ms) ERPs were modulated by IU as well as warning cues and picture category. The results are explained in terms of heightened attention allocation to uncertainty and a different emotion regulation system. The goal of the second study was to investigate a threat engagement, disengagement, and sensitivity bias in individuals suffering from pathological worry. Twenty participants high in worry proneness and 16 control participants low in worry proneness completed an emotional go/no-go task with worry-related threat words and neutral words. A threat engagement, disengagement, and sensitivity bias only emerged within the high worry group. In addition, the threat disengagement and sensitivity biases were larger in the high worry group relative to the low worry group. The results are discussed within the framework of a dysfunctional emotion regulation network in individuals high in trait worry. The major findings of the present thesis are threefold. First, dysfunctional attentional processes (engagement with, disengagement from, and sensitivity for aversion) are prevalent in high worriers and to a somewhat lesser degree in IU-high individuals (attentional engagement with uncertainty). Second, the electrocortical underpinnings of IU and affective uncertainty have been identified. Third, individuals high in worry, but also individuals high in IU, are characterized by dysfunctional emotional regulation strategies.