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Titel
Embodiment: Der Einfluss von physischer Höhe an psychologischen Prozessen / Andrea M. Papst
Verfasser/ VerfasserinPapst, Andrea M.
Begutachter / BegutachterinFischer Peter
Erschienen2010
Umfang131 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Embodiment / Meereshöhe / Embodiment / Meereshöhe / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19896 Persistent Identifier (URN)
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Embodiment: Der Einfluss von physischer Höhe an psychologischen Prozessen [1.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Forschungsergebnisse aktueller Studien führen zu einer immer größer werdenden wissenschaftlichen Bedeutung von Embodiment. Ziel der vorliegenden Studie ist es zu überprüfen, ob einstellungsrelevante Kognitionen von der physischen Höhe beziehungsweise von dem daraus resultierenden Ausblick abhängig sind. Untersucht wurde die Hypothese durch Testungen in der Berg- und Talstation zweier unterschiedlich hoher Berge, wobei sich der höhere Berg in einer ländlichen und der niedrigere Berg in städtischer Umgebung befindet. Die Ergebnisse werden mit Hilfe von zwei Theorien diskutiert, der Perceptual Symbol System Theory (PSST) und dem Modell der Environmental Identity. Gemäß der PSST beeinflussen körperliche Zustände und der Aspekt der Situation psychische Prozesse. Dem entgegengesetzt geht das Modell der Environmental Identity davon aus, dass aufgrund der Umgebung identitätsbezogene Prozesse angestoßen werden, die in Zusammenhang mit einstellungsrelevanten Kognitionen stehen. Die Studie zeigt, dass Personen in der Bergstation ein stärker ethnozentristisches Gedankengut und einen größeren Confirmation-Bias aufweisen als Personen in der Talstation. Weiters wird am Berg die eigene Beziehung zu Bürgern aus Österreich und der Türkei distanzierter wahrgenommen als im Tal. Die eigene politische Haltung ist in der Bergstation des höheren Berges stärker nach rechts gerichtet als in der Bergstation des niedrigeren Berges. Zwar tritt die Umwelt-Identität beim höheren Berg, welcher sich in ländlicher Umgebung befindet in der Bergstation stärker hervor als in der Talstation, jedoch treten soziale Konflikte nicht in den Hintergrund sondern sind am Berg sogar noch größer als im Tal. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Effekte nicht aufgrund identitätsbezogener Prozesse in der Bergstation sondern aufgrund von Embodiment-Prozessen zustande gekommen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Findings in social psychology literature demonstrate the emerging viewpoint of embodied cognition. This study examined the hypothesis that sea level and the result of this view influences cognitions. The hypothesis was determined by testing subjects in the valley station or in the upper station of 2 mountains. The results were discussed in view of the Perceptual Symbol System Theory (PSST) and the Model of Environmental Identity. On the one hand the PSST describes that physical conditions and situation specific aspects influence psychological processes but on the other hand the Model of Environmental Identity is based on the fact that the environment causes identity specific processes, that correlate with attitude relevant cognitions. The study points out that people at the valley station showed more ethnocentristic cognitions and a higher confirmation bias than people at the upper station. Subjects showed at the upper terminus of the mountain more ethnocentristic attitudes and a stronger confirmation-bias than subjects in the lower terminus. Subjects exhibit at the top of the mountain a more dissociated relationship to citizens of Austria and Turkey than in the valley station. The political attitude of subjects at the upper station of the higher mountain was further right-wing orientated than of subjects at the upper station of the lower mountain. Although the environmental identity was stronger exposed at the upper station of the higher mountain, which is located in a rural area, than the valley station, but social conflicts became more distinct. The results indicate that the effect is not caused by identity specific processes, but embodiment.