Titelaufnahme

Titel
Ein Display für die zeitgenössische Kunst in Graz : die kunsthistorische Genealogie und die politische Genesis des Grazer Kunsthauses / vorgelegt von Friedrich Kamper
Verfasser/ VerfasserinKamper, Friedrich
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2010
Umfang201 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Kunst / Politik / Graz / Kunst / Politik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19830 Persistent Identifier (URN)
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Ein Display für die zeitgenössische Kunst in Graz [7.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zwischen 1984 und 1998 scheiterten zwei Museumsprojekte des Landes Steiermark und erst der dritte Anlauf mit der Stadt Graz als Bauherrin war erfolgreich. Für das Trigon ? Museum im Pfauengarten (1984 - 1996) war das politische Zeitfenster viele Jahre offen. Die ÖVP als Proponentin verfügte über absolute Mehrheiten und die Finanzierung war politisch zwischen ÖVP und SPÖ akkordiert. Durch das Zuwarten der ÖVP konnte die SPÖ das bis zur Baureife gediehene Projekt politisch zu verhindern. Zwischen 1996 und 1998 forcierte die SPÖ gemeinsam mit der FPÖ ein ?Museum im Schlossberg?. Dieses Projekt scheiterte an der politischen Inkonsistenz der FPÖ, deren Landespartei politisch anders agierte als die Stadtpartei, vor allem aber an der Fehleinschätzung der politischen Durchsetzbarkeit: Die ?Bürgerinitiative zur Rettung des Schlossberges? ließ ab dem Jahr 1997 keine Zweifel über ihre Ablehnung des Museums im Schlossberg aufkommen. Der negative Ausgang einer Bürgerbefragung führte zum Ende auch dieses Versuches. Das Kunsthaus Graz verdankt seine Existenz Bürgermeister Alfred Stingl (SPÖ) und Kulturstadtrat Helmut Strobl (ÖVP). Diese nutzten den Rückenwind, den ihnen die Wahl von Graz zur Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2003 verschafft hatte und setzten das Projekt erfolgreich ?auf Schiene?.Ausgehend von den kontroversiellen Rezeptionen des Entwurfes von Peter Cook und Colin Fournier wird der Versuch unternommen, die Formensprache des Kunsthauses Graz im Hinblick auf ihre Verwandtschaft zu den um die Jahrtausendwende aktuellen Tendenzen der Blob-Architekturen zu befragen. Die kunsthistorische Ableitung der Formensprache beschäftigt sich mit Entwürfen der französischen Revolutionsarchitekten sowie schlaglichtartig mit den historischen Tendenzen biomorpher Architekturen im 20. Jahrhundert mit dem Fokus auf ausgewählte Arbeiten der Gruppe Archigram, von Buckminster Fuller und von Friedrich Kiesler.Archigram, von Buckminster Fuller und von Friedrich Kiesler.

Zusammenfassung (Englisch)

Between 1984 and 1998 two Region of Styria museum projects failed and only the third attempt, together with the city of Graz as the building client, was successful. The political time window was open for many years for the erection of the Trigon ? Museum in the Pfauengarten (1984 - 1996). As the driving political force, the ÖVP ("Austrian Peoples Party"), possessed political majorities and financing was arranged between the ÖVP and the SPÖ ("Austrian Social Democratic Party"). The waiting by the majority party gave the SPÖ the opportunity to politically hinder the build-ready project. The SPÖ in turn between 1996 and 1998 together with the FPÖ ("Austrian Freedom Party") promoted the ?Museum in the Schlossberg? project. It failed instead because of the lack of political consistency within the FPÖ and due to the misjudgement of political feasibility: The "citizens initiative for the saving of the Schlossberg" left no room for doubt regarding their rejection of the Museum in the Schlossberg. The negative outcome of a citizen?s poll resulted in the withdrawal of the Region and thus also to the end of this attempt. The completed Kunsthaus owes its existence to Mayor Alfred Stingl (SPÖ) and City Councillor for Culture Helmut Strobl (ÖVP). They used the tailwind provided to them by the election of Graz as the 2003 European Capital of Culture and successfully placed the Graz Kunsthaus "on the rails".Beginning with the controversial receptions to the design from Peter Cook and Colin Fournier, an attempt is made to interrogate the language of form of the Graz Kunsthaus regarding its relationship to the current trends in Blob architecture. The art historical derivation of the language of form deals with the designs of the French revolutionary architects as well as in highlights with the historical trends of biomorphic architecture in the 20th century with a focus on selected works from the Archigram group, Buckminster Fuller and Friedrich Kiesler.