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Title
Sportpferdehandel und das neue Gewährleistungsrecht : Überlegungen aus Anlass der Entscheidung 4 Ob 104/07h / eingereicht von Gauster Julia
AuthorGauster, Julia
CensorBydlinski Peter
Published2010
Description153 Bl. : Zsfassung ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Sportpferd / Pferdehandel / Mängelhaftung / Österreich / Sportpferd / Pferdehandel / Mängelhaftung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19816 Persistent Identifier (URN)
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Sportpferdehandel und das neue Gewährleistungsrecht [1.48 mb]
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Abstract (German)

Die Modernisierung des österreichischen Schuldrechts durch das GewRÄG 2002 hat zahlreiche Erneuerungen zur Folge. Doch auch das ?neue? Gewährleistungsrecht wird nicht immer den Eigenheiten gerecht, die ein Viehkauf mit sich bringt. Nach wie vor bedürfen die Bestimmungen, welche bei einem Pferdekauf zur Anwendung gelangen, der Auslegung und Korrektur durch die Rechtsprechung. In den ersten zwei Kapiteln dieser Diplomarbeit werden der Pferdesport und seine wirtschaftliche Bedeutung für Österreich, sowie auch der Pferdekauf als Rechtsgeschäft behandelt. Im Hauptteil dieser Diplomarbeit werden Themen und Fragen des Leistungsstörungsrechts ? im Speziellen des Gewährleistungsrechts des ABGB ? welche rund um den Pferdekauf entstehen näher behandelt. Durch die Einführung des § 924 ABGB im Zuge des GewRÄG 2002, welcher eine Beweislastumkehr zu Lasten des Verkäufers statuiert, wurde eine zusätzliche Problematik hinsichtlich des Pferdekaufs geschaffen. Aufgrund der Wandlung, der ein lebender Organismus unterliegt, kommt es oftmals zu einer Unvereinbarkeit ?mit der Art der Sache? oder auch ?mit der Art des Mangels. Auch die im § 932 ABGB genannten Rechtsbehelfe führen im Zusammenhang mit dem Pferdekauf oft zu skurril anmutenden Ergebnissen. Schließlich wurden diese Behelfe auch durch das Gewährleistungsrechts- Änderungsgesetz nicht den Besonderheiten angepasst die ein Viehkauf mit sich bringt. Die gewährleistungsrechtliche Frist für bewegliche Sachen ? dieser unterliegt ein reit- und Sportpferd nach Rsp des OGH - wurde von sechs Monaten auf zwei Jahre erhöht und somit vervierfacht. Weiters wurden sämtliche Regelungen über Viehmängel durch den § 9 KSchG für unanwendbar erklärt.

Abstract (English)

The "GewRÄG 2002? has brought a lot of changes and reformations within the austrian law of obligation.The onus of proof in connection with the presumption of defects (§ 924 ABGB), the defects liability period (§ 933 ABGB) and the consumer protection (mainly § 9 KSchG) are only some of the various fields which are affected by this modernisation. But also the "new" warranty right brings up a lot of problems, as far as there are still a lot of terms and regulations (especially with regard to the purchase of horses), which can only be defined and interpreted with the help of jurisdiction and the doctrine.The first themes within my degree dissertation deal with the equestrian sport and his economical importance in Austria, but also with the purchase of a horse as a legal act.Most of the cases which can be put in connection with the purchase of a horse deal with the warranty right and the contractual liability. The main part of the degree dissertation deals with themes and questions which go deeper into the matter of contractual liability.With the introduction of § 924 ABGB in the course of the GewRÄG 2002, which states the shifting of the onus of proof at the expense of the vendor, a new problematic in regards to the purchase of a horse has been created.Also the legal remedies which are listed up in § 932 ABGB - correction, exchange, reduction of price and alteration lead to very strange results, as far as they were not adapted to the GewRÄG 2002 in reference to the specifics which go along with the sale of livestock.Moreover, any regulations of the § 9 KSchG were put inapplicable as far as a business between consumers was concerned. The defects liability periods for show- and sport horses should be subsumed only under § 933 ABGB - so it lasts for 2 years.Exactly these requirements lead, considering a horse as an object of a contract, to various problems.????????