Titelaufnahme

Titel
Die Besteuerung privater Veräußerungsgewinne : Rechtfertigung und gangbare Wege / eingereicht von Eva Strunz
Verfasser/ VerfasserinStrunz, Eva
Begutachter / BegutachterinRuppe Hans Georg ; Heinrich Johannes
Erschienen2011
Umfang389 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Veräußerungsgewinn / Steuerrecht / Österreich / Veräußerungsgewinn / Steuerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19761 Persistent Identifier (URN)
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Die Besteuerung privater Veräußerungsgewinne [2.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zielsetzung dieser Arbeit ist die Suche gangbarer Wege einer umfassenden privaten Veräußerungsgewinnbesteuerung. Nach derzeit geltendem Recht ist in Österreich eine Einkommensteuerpflicht privater Veräußerungsgewinne nur ausnahmsweise vorgesehen. Diese unterschiedliche Besteuerung privater und betrieblicher Veräußerungsgewinne ist auf den Einkünftedualismus zurückzuführen. Dieser steht jedoch in Konflikt mit dem Leistungsfähigkeitsprinzip, weil private und betriebliche Veräußerungsgewinne aus demselben wirtschaftlichen Vorgang resultieren und gleichsam die steuerliche Leistungsfähigkeit durch den erzielten Vermögenszuwachs steigern. Folglich sind bestehende Divergenzen in Bezug auf deren Besteuerung zu beseitigen und private Veräußerungsgewinne generell ? dh unabhängig von Spekulationsfristen und Beteiligungsgrenzen ? der Besteuerung zu unterwerfen. Besonderes Gewicht liegt auf der Frage, inwieweit eine umfassende Veräußerungsgewinnbesteuerung verwirklicht werden soll. Vor dem Hintergrund des Leistungsfähigkeitsprinzips sowie von Praktikabilitätserwägungen wurde geprüft, inwieweit ein Einbezug des höchstpersönlichen Gebrauchsvermögens (wie Hausrat und Hauptwohnsitz), des privaten Erwerbsvermögens (etwa Eigentumswohnungen, die nicht dem Eigengebrauch dienen) und persönlicher Wertgegenstände (worunter ua Sammler- und Kunstgegenstände fallen) realisiert werden könnte. Im Rahmen dieser Arbeit wurden Lösungswege in Bezug auf technische Probleme, die aus einer umfassenden privaten Veräußerungsgewinnbesteuerung resultieren würden, aufgezeigt. Eingehend erörtert wurden (i) unerwünschte Auswirkungen auf die Progression, (ii) die Gefahr einer Scheingewinnbesteuerung, (iii) Vollzugsdefizite bei der Steuererhebung sowie (iv) Missbrauchsmöglichkeiten in Bezug auf Verlustverwertungen. Nach ausführlichen Untersuchungen wurden gangbare Wege dargestellt, wie eine umfassende Besteuerung privater Veräußerungsgewinne in Österreich realisiert werden könnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The main objective of this thesis is to find viable ways to tax private capital gains. The applicable Austrian law provides only limited rules and regulations when it comes to an income tax duty on private capital gains. The distinction between private and operating capital gains stems from a so-called ?dualism of income?. This dualism of income conflicts with the applicable ability-to-pay principle because private and operating capital gains result from the same economic events and thus increase the fiscal performance resulting from capital gains to the same extent. These differences in taxation between private and operating capital gains have to be eliminated and private capital gains ? irrespective of speculative periods or restrictions on stakes ? must be subject to taxation. There is a special focus on the issue of how extensively comprehensive capital gains tax should be implemented. Against the background of the above-mentioned ability-to-pay principle and considerations of practicability, several factors must be considered. The question is to which extent utilization assets that are strictly personal (e.g. household effects and one?s principal residence), privately acquired assets (e.g. apartments for non-personal use) and personal objects of value (e.g. art) should be taken into consideration. Within the scope of this thesis, various challenges have been identified with regard to (i) unwanted effects on ?progression?, (ii) the risk of taxation of ?sham profits?, (iii) enforcement deficits when it comes to tax collection and (iv) malpractices in matters of realization of deficits. All of these areas have been thoroughly examined in the thesis and various means of handling the taxation of private capital gains have been developed and are presented.