Titelaufnahme

Titel
Ans Meer! Al mare! Na morje! : Südbahn und Tourismus in der Reiseliteratur am Weg ins und im österreichischen Küstenland ; (1857 - 1914) / vorgelegt von Beate Hainschek
Verfasser/ VerfasserinHainschek, Beate
Begutachter / BegutachterinHeppner Harald
Erschienen2011
Umfang120 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Südbahn / Tourismus / Geschichte 1857-1914 / Südbahn / Tourismus / Geschichte 1857-1914 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19751 Persistent Identifier (URN)
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Ans Meer! Al mare! Na morje! [6.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Bau der Südbahn, der Bahnstrecke von Wien nach Triest, veränderte und erleichterte das Reisen in das Österreichische Küstenland beträchtlich. Die Bahnlinie forcierte in ihrem Einzugsgebiet Wirtschaft, Kommunikation und Mobilität. Ursprünglich aus staatspolitischen, wirtschaftlichen und strategischen Überlegungen gebaut, nutzten alsbald ?Vergnügungsreisende? die neue Möglichkeit der Fortbewegung für Ausflüge, Gesundheits-, Besichtigungs- und Erholungsreisen. Dies war eine ?bahnbrechende? Voraussetzung für die Entwicklung des Fremdenverkehrs. Eine weitere wichtige Prämisse ist die touristische Infrastruktur. Diese initiierten, schufen und förderten visionäre Unternehmerpersönlichkeiten bzw. lokale Fremdenverkehrsverbände. Später bemühte sich auch der Staat um einen gezielten Ausbau des Tourismus. Eine hervorragende Rolle für die Entfaltung von Kurorten und Heilbädern spielten zudem bekannte Ärzte. Nicht minder bedeutend für den Aufstieg eines bislang unbekannten oder wenig frequentierten Fleckens zu einem Fremdenverkehrszentrum ist die Reiseliteratur ? bringt sie doch erst Vorzüge, Schönheiten, Annehmlichkeiten (oder auch Mängel) einer Destination unter die Leser und animiert sie zum Nachreisen. Neben praktischen Informationen über das Reiseziel teilen Reiseschriftsteller auch viel von ihren persönlichen Ansichten mit. Sie suchen die Leser zu beeinflussen, z.B. indem sie Reisebetrachtungen um eigene Reflexionen erweitern, (Lokal-) Geschichte bewusst in den Dienst der eigenen Weltsicht (oder der der Auftraggeber/Editoren) stellen, Reiseessays in Form von politischen/nationalen Traktaten verfassen, um so ein bestimmtes Bild einer Destination zu prägen. So filtern sie ihre Botschaften: Bisweilen werden ereignisgeschichtliche Einzelheiten geflissentlich ausgespart. Gerüchte wandeln sich zu Wahrheiten oder werden auch neu in die Welt gesetzt. Legenden werden als unumstößliche Wahrheiten verkauft, wenn sie der Vermittlung eines bestimmten Inhalts dienen.

Zusammenfassung (Englisch)

The construction of the ?Südbahn?, the railway line from Vienna to Trieste, fundamentally changed the way of travelling to the ?Küstenland? and also made it much easier. The railway strengthened the economy, communication and mobility within its catchment area. Though the railway construction was originally planned for strategic and economical reasons, it was soon used by travellers for pleasure, who exploited this possibility of moving for rambles, sightseeing and to reach health and holiday resorts. This was the first pioneering condition for the development of tourism. The second important premise was the touristic infrastructure. This was initiated by visionary entrepreneurs and by tourist organisations respectively. Later on, the state also endeavoured to develop tourism. Another important role for the development of health resorts and spas was played by famous doctors, because in the beginning, health tourism had been very essential. Last but not least, travel literature was crucial for the development of an unknown village to a famous tourism destination because it circulated all advantages, attractions and comforts (as well as imperfections) of a destination to encourage the readers to follow the journeys. Besides practical information, travel authors communicated a lot of their personal views. Furthermore, they tried to influence the readers, e.g. by adding their own reflections. They misused (local) history to emphasize their own point of view of the world (or the point of view of their clients/editors). They wrote travel essays in form of political/national treatises to form a special image of a destination. Therefore they filtered their messages: Sometimes they left out historical events, rumours were taken as truth or were even created, and sometimes legends were used as an absolute truth, if they supported the view of the writer.