Titelaufnahme

Titel
Social Identity Theory & Selective Exposure : der Einfluss der Salienz von Sozialer und Personaler Identität auf die Selektive Informationssuche nach Entscheidungen
Verfasser/ VerfasserinPoell, Evelyn Viktoria Georgina
Begutachter / BegutachterinFischer Peter
Erschienen2010
Umfang57, [ca. 60] Bl. Anh. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Informationsauswahl / Entscheidungsfindung / Soziale Identität / Informationsauswahl / Entscheidungsfindung / Soziale Identität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19706 Persistent Identifier (URN)
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Social Identity Theory & Selective Exposure [1.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die selektive Informationssuche beschreibt, dass Personen nach Entscheidungen konsistente Informationen bevorzugen und inkonsistente ablehnen. Neben individuellen Entscheidungen kann dieses Phänomen auch bei Gruppenprozessen auftreten, weshalb es in dieser Untersuchung mit der Sozialen Identitätstheorie in Verbindung gebracht wurde. Bei einer Stichprobe von 80 Personen wurde entweder die Personale oder die Soziale Identität aktiviert. Anschließend sollten die Utn eine Entscheidung entweder in Personalem oder Sozialem Kontext treffen. Es wurden vier experimentelle Gruppen miteinander verglichen, bei zwei stimmten Identität und Kontext überein, bei zwei nicht. Die selektive Informationssuche wurde durch den Confirmation Bias der Glaubwürdigkeit, der Wichtigkeit, des Leseinteresses und der Auswahl von Informationen erhoben. Es wurde erwartet, dass diese höher sind, wenn der Fit zwischen Identität und Kontext gegeben ist. Die Ergebnisse konnten diese Annahme nur für das Leseinteresse bestätigen. Bei den anderen Confirmation Bias zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den Bedingungen, bei denen der Fit gegeben war. Personen, deren Personale Identität salient war, bevorzugten konsistente Informationen, Personen deren Soziale Identität salient war, hingegen inkonsistente. Dieser Unterschied wird darauf zurückgeführt, dass Personen andere Motive und Verhaltensweisen zeigen, je nachdem ob sie sich als Gruppenmitglied oder als Individuum sehen.Schlagwörter: selektive Informationssuche, Confirmation Bias, Soziale Identität, Personale Identität, Entscheidungskontext

Zusammenfassung (Englisch)

Selective exposure predicts that people prefer information that are consistent with their decisions and reject information that are inconsistent with them. This can appear in individual as well as in group decisions, thus it was connected with social identity theory in this study. The personal or social identity was manipulated on a sample of 80 persons. After this, the Ss were asked to make a decision, either in a personal or a social context. Four experimental groups were compared, two with a fit between identity and context, two without. The selective exposure was measured through the confirmation bias of credibility, importance, interest of reading and choice of information. It was assumed, that these biases are higher if identity and context fit together. Results could confirm this prediction only for the interest of reading the information. On the other dimensions, there was a significant difference between the groups in wich the fit was given. Persons with salient personal identity prefered consistent, and persons with salient social identity inconsistent informations. This difference is explained by varying motives and behaviors people show if they see themselves as individuals or as group members.Key words: selective exposure, confirmation bias, social identity, personal identity, decision context