Titelaufnahme

Titel
Das BMSVG als "Best-Practice-Modell" für europarechtliche Flexicurity / von Florian Gaulhofer
Verfasser/ VerfasserinGaulhofer, Florian
Begutachter / BegutachterinLöschnigg Günther
Erschienen2010
UmfangV, 65 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Arbeitsflexibilisierung / Soziale Sicherheit / Österreich / Europäische Union / Arbeitsflexibilisierung / Soziale Sicherheit / Österreich / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19500 Persistent Identifier (URN)
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Das BMSVG als "Best-Practice-Modell" für europarechtliche Flexicurity [0.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

?Flexicurity?, die Kombination aus den englischen Wörtern ?flexibility? und ?security? spielt seit einiger Zeit eine entscheidende Rolle, wenn über die Probleme und deren Lösungen auf den europäischen Arbeitsmärkten diskutiert wird. Im Rahmen der Arbeit wird zunächst geklärt, was konkret unter dem Begriff Flexicurity verstanden werden kann. Aus diesem Grund werden die unterschiedlichen Dimensionen von Flexibilität und sozialer Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt dargestellt und die Entstehung des Konzepts am Beispiel des Referenzlandes Dänemark erläutert. Weiters wird der Frage nachgegangen, ob Flexicurity-Maßnahmen eines Landes ohne weiteres auf ein anderes Land übertragen werden können. Dazu werden die unterschiedlichen europäischen Sozial- bzw Arbeitsmarktmodelle untersucht und etwaige Probleme bei der Implementierung des Konzepts aufgezeigt. In weiterer Folge wird die Entwicklung des Konzepts auf europäischer Ebene nachgezeichnet. Mithilfe der in diesem Zusammenhang wichtigsten Dokumente der Institutionen der Europäischen Union soll nachvollzogen werden, wie, wann und warum die EU das Flexicurity-Konzept aufgegriffen und zu einem integralen Bestandteil der Europäischen Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik ausgebaut hat. Schließlich richtet sich der Blick nach Österreich. Die Europäische Kommission bezeichnete in ihrem 2006 veröffentlichten Grünbuch die Neuregelung des österreichischen Abfertigungsrechts als eines der ?Best-Practice-Modelle? im Rahmen der Flexicurity-Agenda. Es erfolgt eine eingehende Betrachtung der Regelungen des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetzes (BMSVG). Schlussendlich werden die mit dem BMSVG neu geschaffenen Abfertigungsregelungen mit den zuvor dargestellten Flexibilitäts- und Sicherheitsdimensionen auf dem Arbeitsmarkt in Beziehung gesetzt, um zu klären, ob und inwieweit sowohl Flexibilität als auch soziale Sicherheit auf dem österreichischen Arbeitsmarkt von der Schaffung des BMSVG profitierten.

Zusammenfassung (Englisch)

?Flexicurity?, the combination of ?flexibility? and ?security? is often used nowadays when it comes to discuss the problems and its solutions of the European labour markets. One reason for it is the fact that the concept of flexicurity is one of the primarily targets of the European Union within the European Employment Strategy. In the view of the EU the concept shall help to cope with the recent problems of the European labour markets and make them prepared for the challenges of the future. First of all it shall be made clear what one can understand when the term flexicurity is used. For this reason the different dimensions of flexibility and social security on the labour market are being illustrated followed by an explanation of the development of the concept using the example of Denmark. Further on it shall be examined if it?s possible to transfer flexicurity measures of one country to another. On this account the European social and labour market models are analyzed and problems of the implementation of the concept are shown. After that the development of the concept on the European stage shall be investigated. The most important documents of the European institutions in this context are being analyzed and an answer to the question how, when and why the EU made the concept of flexicurity to one of the primarily targets of the Employment Strategy shall be found.Finally the focus is directed towards Austria. In the Green Paper of 2006 the European Commission declared the reform of the Austrian severance-pay system to one of the ?best-practice-models? within the concept of flexicurity. After a short review of the old system the new ?Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz? (BMSVG) is being investigated. In the end the regulations of the new law are connected with the dimensions of flexibility and security mentioned above to clarify if and how the Austrian labour market benefited from the creation of the BMSVG.