Titelaufnahme

Titel
Der Kampf der EZLN für das indigene Mexiko : eine sozialethische Analyse der Revolution / eingereicht von Anita Tiefengraber
Verfasser/ VerfasserinTiefengraber, Anita Sonja
Begutachter / BegutachterinNeuhold Leopold
Erschienen2010
Umfang100 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mexiko / Indigenes Volk / Ejército Zapatista de Liberación Nacional / Mexiko / Indigenes Volk / Ejército Zapatista de Liberación Nacional / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19407 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Der Kampf der EZLN für das indigene Mexiko [0.74 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit behandelt die Revolution der Zapatistischen Armee zur nationalen Befreiung, kurz EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional). Der Kampf fand 1994 im mexikanischen Bundesstaat Chiapas statt und dauert bis heute an. Das Ziel der EZLN, welche auch Zapatistas genannt werden, ist die rechtlich anerkannte Stellung der indigenen Bevölkerung Mexikos und eine Verbesserung ihrer Situation. Ausgangspunkt dieses Kampfes stellt der 01.01.1994 dar, mit dem öffentlichen Beginn der zapatistischen Revolution gegen den Staat bzw. die Regierung Mexikos, deren Politik die EZLN als Grund für eine Revolution ansah. Nach einem allgemeinen Teil, der eine Definition der ?indigenen Bevölkerung? wiedergibt, wird eine geschichtliche, wirtschaftliche und politische Analyse Mexikos und Chiapas erfolgen. Erforderlich ist diese Analyse, da in den geschichtlichen, wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Ereignissen die Voraussetzungen und Faktoren für den Aufstand der EZLN liegen. In einem nächsten Schritt wird eine ausführliche Untersuchung der EZLN im Zeitraum von 1980 bis in das Jahr 2001 erfolgen. Sodann findet eine detaillierte Beschreibung zweier Rechtstexte, worin die Rechte der indigenen Bevölkerung thematisiert und rechtlich festgelegt werden, statt. Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen, begannen an der indigenen Bevölkerung Mexikos sowie Biopiraterie, genmanipulierter Mais und Biodiversität bilden die inhaltlichen Punkte des Folgekapitels. Das letzte Kapitel dieser Diplomarbeit geht der Frage nach, ob eine gewaltsame Revolution als sittlich legitim angesehen werden kann. So erfolgt in diesem Teil eine Auseinandersetzung mit der Soziallehre der katholischen Kirche sowie mit festgelegten Kriterien, die eine Revolution unter besonderen Umständen legitimieren können.Das Ziel dieser Arbeit stellt eine ethische Bewertung des Aufstandes der EZLN sowie der Situation der indigenen Bevölkerung Mexikos dar.

Zusammenfassung (Englisch)

The revolution of the Zapatista National Liberation Army, the EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional), was held in 1994 in Chiapas, Mexico, and is still going on. The EZLN is fighting for a legally recognized status of the indigenous population of Mexico and an improvement of their situation. After a general section which reflects a definition of 'indigenous population' a historical, economic and political analysis of Mexico and Chiapas will be done. After this, a detailed investigation of the EZLN in the period from 1980 until 2001 will be carried out. Discrimination and violation of human rights as well as biopiracy, genetically modified maize and biodiversity are the substantive points of the following chapter. Furthermore, this thesis will address the question whether a violent revolution may be regarded as morally legitimate. Therefore, the Social Teaching of the Catholic Church as well as established criteria which can legitimize a revolution in special circumstances will be discussed. An ethical evaluation of the uprising of the EZLN and the situation of the indigenous population of Mexico is the intended aim of this thesis.