Titelaufnahme

Titel
Nationalsozialistische Kontinuitäten in Linz/Donau 1945 - 1950 / vorgelegt von Christoph Eric Hack
Verfasser/ VerfasserinHack, Christoph Eric
Begutachter / BegutachterinKonrad Helmut
Erschienen2010
Umfang118 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Linz / Nationalsozialismus / Geschichte 1945-1950 / Linz / Nationalsozialismus / Geschichte 1945-1950 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19386 Persistent Identifier (URN)
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Nationalsozialistische Kontinuitäten in Linz/Donau 1945 - 1950 [12.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Linz herrscht bis heute ein differenzierter Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus. Die Stadt erfuhr zwischen 1938 und 1945 einen unvergleichbaren Aufschwung, welcher nicht zuletzt auf der persönlichen Affinität Hitlers zu seiner ?Jugendstadt? basierte. Am Abend des 12.3.1938 hielt er in Linz seine erste Rede zum ?Anschluss? Österreichs an Hitlerdeutschland. Bei der ?Abstimmung? zum ?Anschluss? am 10.4.1938 erreichte die Bewegung in Linz den höchsten Prozentsatz im Vergleich zu allen anderen Städten des Staatengebildes. Wichtige Faktoren der Aufwertung von Linz im Nationalsozialismus waren die Ansiedlungen wichtiger Rüstungsindustrien und die damit verbundenen Wohnbauprojekte. Damit verbunden war ein Bevölkerungsanstieg um 50%. Der Ausbau der Stadt zur Kulturmetropole dagegen blieb unverwirklicht. Die ?Hermann Göring-Werke?, Vorläufer der heutigen VOEST Alpine, trugen noch lange zum Wohlstand der Stadt entscheidend bei. Ebenso fanden die NS-Wohnbauten als sogenannte ?Hitlerbauten? positiven Eingang in das Stadtbild und das kollektive Gedächtnis der LinzerInnen. Ausgehend von der Aufwertung der Stadt durch die Nazis befasst sich die Arbeit mit der Zeit zwischen 1945 und 1950 um etwaige nationalsozialistische Kontinuitäten in den unmittelbaren Nachkriegsjahren aufzuspüren. Dabei geht es um die Wahrnehmung des sogenannten ?guten Nazis? Franz Langoth, dem letzten NS-Oberbürgermeister der Stadt; um den Umgang der Stadt mit der braunen Vergangenheit in Form von Straßennamen und Denkmälern; um ideologische Kontinuitäten in der Bevölkerung, die von Hakenkreuzschmierereien bis hin zu tätlichen Übergriffen gegenüber jüdischen ?Umsiedlern? reichen; und vor allem um die Wahlerfolge des Verbandes der Unabhängigen, der nach der Amnestie der ?minderbelasteten Nationalsozialisten? 1949 in Linz bei der Nationalrats-, Landtags- und Gemeinderatswahl über 28% der Stimmen erreichen konnte und in den ehemaligen Rüstungsbetrieben stimmenstärkste Fraktion im Betriebsrat wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

The inhabitants of Linz, the Upper Austrian capital, still have a differentiated look at the time of the national socialism. The city got an incomparable impetus between 1938 and 1945 which not at least had been based on the personal affinity of Adolf Hitler to the city where he went to school. In the evening of March 12, 1938, he held his first speech to the "Anschluss" of Austria to Hitler Germany. By the "vote" to the "Anschluss" in April 1938, the movement in Linz reached the highest percentage compared to all other cities of the ?Third Reich?. Important factors of the revaluation of Linz in the national socialism were the settlements of important armaments industries and the housing projects linked with it which led to a population increase of about 50%. The development of the city to an art- and cultural metropolis, however, remained unrealized. The "Hermann Göring-Werke", precursor today's VOEST alpine, still contribute to the prosperity of the city decisively. Also the residential constructions found positive entrance in the townscape and the collective memory of the Linz population as so-called ?Hitlerbauten?. Starting from the revaluation of the city by the Nazis this work deals with national-socialist coninuities in the time between 1945 and 1950. It is about the perception of the so-called ?good Nazi ? Franz Langoth, the last national socialist mayor of the city; about the dealing of the city with its Nazi past in the form of street names and monuments; about the ideological continuities in the population which reach from swastika smearings up to violent infringements towards Jewish "Displaced Persons"; and, above all, it is about the election success of the ?VdU? who could reach 28% (in the Linz area) at the National Assembly choice, Landtag choice and district council choice after the amnesty of the "less-loaded National Socialists? in 1949; and which became the voices-strongest party of the voice commitee in the former armament industries.