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Titel
Charakterisierung der sechs rezenten Spechtarten im Nationalpark Kalkalpen und Erstellung eines Modells im GIS zur Bewertung von Spechthabitaten im Nationalpark / Thomas Moitzi
Verfasser/ VerfasserinMoitzi, Thomas
Begutachter / BegutachterinKaiser Helmut
Erschienen2009
Umfang128 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Nationalpark Kalkalpen / Spechte / Habitat
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19352 Persistent Identifier (URN)
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Charakterisierung der sechs rezenten Spechtarten im Nationalpark Kalkalpen und Erstellung eines Modells im GIS zur Bewertung von Spechthabitaten im Nationalpark [9.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung von Habitatmodellen zur Bewertung von Spechtlebensräumen im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich. Die Ausweisung von Optimalhabitaten erfolgt mittels eines Geographischen-Informations-Systems (GIS) stellvertretend für den Dreizehenspecht und den Schwarzspecht. Eine Funddatenanalyse der sechs rezent vorkommenden Spechtarten im Nationalpark, eine Charakterisierung und Evaluierung ihrer habitat-limitierenden Faktoren mittels Literaturrecherche und die zusätzliche Einbeziehung der Expertenmeinung eines ortskundigen Ornithologen bilden die Grundsäulen der Modellmatrix. Das Ergebnis der Datenrecherche im Datenpool der Nationalparkverwaltung und der ZOBODAT (Zoologisch-Botanische Datenbank Linz) ergibt insgesamt 1435 Spechtfunddatensätze aus den Jahren 1982 bis 2008. Demnach ist der Schwarzspecht mit 658 Nachweisen die häufigste im Nationalpark beobachtete Spechtart, gefolgt vom Dreizehenspecht (n=250) und dem Grauspecht (n=195). Dahinter reiht sich der Buntspecht (n=155) vor dem Weißrückenspecht mit 124 Nachweisen ein. Der Grünspecht (n=51) spielt im Nationalparkgebiet eine untergeordnete Rolle. Das Modell liefert bei insgesamt 107 Dreizehenspecht-Nachweisen in potentiellen Brut- und Nahrungshabitaten im Nationalparkgebiet eine Vorhersagegüte von 94,34 Prozent. Im Falle des Schwarzspechts liefert das Modell bei 362 Nachweisen in potentiellen Brut- und Nahrungshabitaten im Nationalparkgebiet eine Vorhersagegüte von 91,99 Prozent. 24 Prozent der Nationalparkfläche lassen sich so als potentielle Optimalhabitate (Habitateignungsklasse 9?10), also Gebiete mit höchstem Brut- bzw. Überlebenserfolg, für den Dreizehenspecht ausweisen. 58% der Nationalparkfläche werden als Lebensräume mit hohem bis höchsten Brut- bzw. Überlebenserfolg für den Schwarzspecht, ausgewiesen. Einschließlich der nutzbaren, aber suboptimalen Habitate erhöht sich die potentielle Verbreitung des Schwarzspechts auf 16.700 ha, also auf 80% der Nationalparkfläche.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this diploma thesis is to show potential habitat models for woodpeckers in the Nationalpark Kalkalpen in Upper Austria.These optimal habitats, vicarious for the Three-toed Woodpecker and the Black Woodpecker, have been developed with a Geographic Information System (GIS) and reconsidered with real woodpecker dedections in the investigation area.The basis for the model construction has been established upon data research of the six current woodpecker occurrences in the Nationalpark and a characterisation and evaluation of the limiting habitat factors by literature research, additionally to the knowledge of an expert.The results of a raw data research in the nationalpark data pool and the ZOBODAT (Zoological Botanical Database) prove 1435 woodpecker dedections from 1982 ? 2008. According to these results, the most frequent observed woodpecker taxon in the nationalpark is the Black Woodpecker with 658 proofs, followed by the Three-toed Woodpecker (n=250), the Grey-headed Woodpecker (n=195), the Great Spotted Woodpecker (n=155) and the White-backed Woodpecker with 124 proofs. The Green Woodpecker (n=51) plays a subordinated role in the Nationalpark area. The habitat model supplies a forecast quality of 94,34% with altogether 107 Three-toed Woodpecker proofs as potential breeding and foraging habitats in the Nationalpark area. In case of the Black Woodpecker with 362 proofs in potential breeding and foraging areas the modell delivers a forecast quality of 91,99%.24% of the Nationalpark surface can be allocated as potential optimal habitats, thus areas with highest breeding respectively survival success (habitat class 9-10) for the Three-toed Woodpecker. 58% of the nationalpark surface are allocated as potential Black Woodpecker habitats with high to highest breeding respectively survival success. Including the usable but suboptimal habitats, the potential dispersion of the Black Woodpecker increases up to 16.700 hectares (80%) of the Nationalpark surface.