Titelaufnahme

Titel
Der hausinterne Dolmetschdienst für TouristInnen in der Ambulanz von Lignano : eine Fallstudie / vorgelegt von Maddalena Martella
Verfasser/ VerfasserinMartella, Maddalena
Begutachter / BegutachterinGrbic Nadja
Erschienen2010
UmfangIII, 189 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Text dt., teilw. ital.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Lignano Sabbiadoro / Ambulanz / Dolmetschen / Urlauber / Italien / Dolmetschen / Gesundheitswesen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-19336 Persistent Identifier (URN)
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Der hausinterne Dolmetschdienst für TouristInnen in der Ambulanz von Lignano [1.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

ForscherInnen haben sich oft mit dem Thema Dolmetschen im medizinischen Bereich beschäftigt, wobei der Schwerpunkt auf die gedolmetschte Interaktion zwischen MedizinerInnen und PatientInnen mit Migrationshintergrund gelegt wurde. In dieser Diplomarbeit wird anhand eines Fallbeispiels hingegen ein Dolmetschdienst untersucht, der speziell für TouristInnen organisiert wird. Es wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Kulturmittlerfunktion der DolmetscherInnen in dieser Ambulanz eine geringere Rolle spielt als dies in anderen, für das Community Interpreting typischeren Settings der Fall ist. Die Untersuchung erfolgt anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse von Leitfadeninterviews, die mit den DolmetscherInnen, dem medizinischen Personal und der Verwaltung der Ambulanz geführt wurden. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Vergleich der unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen der InterviewpartnerInnen mit dem Ziel, die Vielfältigkeit des Berufsprofils in diesem Bereich darzustellen und etwaige Probleme zu verorten. Zu Beginn der Diplomarbeit wird ein Überblick über die Literatur zum Thema Dolmetschen und DolmetscherInnen in öffentlichen Einrichtungen gegeben. Aus ihr geht hervor, dass das Berufsprofil und die Rollen der DolmetscherInnen in diesem Bereich noch nicht klar definiert sind, was zu schwerwiegenden Folgen in der alltäglichen Praxis führt. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse der empirischen Studie, gegliedert nach thematischen Kategorien, präsentiert, mit dem Ziel, auf die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Gruppen einzugehen sowie Gemeinsamkeiten bzw. Widersprüche zu erkennen. Aus der Auswertung der Interviews geht hervor, dass sich die involvierten AkteurInnen ihrer jeweiligen Rollen und Aufgaben kaum bewusst sind. Dabei ist die Übereinstimmung der in der Literatur behandelten und in der Fallstudie beobachteten Probleme im Hinblick auf die Verbesserung der Dolmetschdienste in öffentlichen Einrichtungen von besonderer Bedeutung.

Zusammenfassung (Englisch)

Scholars in interpreting studies studied thoroughly the topic of interpreting in health care institutions, focussing their research mainly on the interpreted interaction between practitioners and migrants. This thesis presents the case study of the emergency unit in Lignano and is on the contrary focussed on an interpreting service specifically meant for tourists. The empirical study is based on the hypothesis that the interpreter?s task of cultural mediation in this emergency unit plays a less important role compared to other settings, which are more typical of Community Interpreting. This work was carried out as a qualitative content analysis of semi-structured interviews, which were conducted with the interpreters, the practitioners and the administrative personnel working in the emergency unit. The main focus is on comparing the different perspectives and experiences of the interviewed partners with the aim of presenting the multifaceted aspects of the interpreters? professional profile in this setting and of investigating any possible problem. The first part of this thesis presents an overview of the related work on the topic of public service interpreting. It highlights that the professional profile and the role of interpreters in these settings still lack a clear definition, thus having a negative impact on their daily work life. The second part offers the results of the empirical study, structured by thematic categories. Such analysis method allows not only showing the different perspectives of the interviewed groups, but also explaining similarities and contradictions. From the evaluation of the interviews emerges that the involved actors are not completely aware of their respective roles and tasks. The correlation between the issues reported in the related literature and those observed in this case study has particular relevance to the improvement of interpreting services in public institutions.