Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von psychischem Risiko auf Faktoren der frühen postoperativen Genesung / Fiona Pichler
Verfasser/ VerfasserinPichler, Fiona
Begutachter / BegutachterinUhlig Thomas
Erschienen2010
UmfangX, 103, A 1 - A 55 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Postoperative Phase / Genesung / Psychische Belastung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18993 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von psychischem Risiko auf Faktoren der frühen postoperativen Genesung [2.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Untersuchung wurden 29 Patientinnen mit höherem vs. niedrigerem psychischen Risiko zu 5 Messzeitpunkten hinsichtlich der Ausprägungen in Bezug auf das körperliche- und das psychische Befinden, diverse Verhaltensindikatoren und die orthostatische Kreislaufreaktion miteinander verglichen. Ergebnisse: Die Indikatoren des körperlichen Befindens (Schmerzen, Entspannung, körperliche Erregung, Übelkeit/ Erbrechen) sind im zeitlichen Verlauf unterschiedlich stark ausgeprägt, jedoch unterscheiden sich die 2 Risikogruppen nicht signifikant voneinander. In Hinblick auf die orthostatische Kreislaufreaktion zeigt sich eine Wechselwirkung zwischen der Risikogruppe und dem Messzeitpunkt bezüglich des diastolischen Blutdrucks. Dieser steigt bei Patientinnen mit niedrigerem Risiko vor und nach der Operation während der Steh- Phase im Schellong Test in ungefähr gleichem Maße an, wohingegen sich die Reagibilität der Patientinnen mit höherem Risiko im zeitlichen Verlauf ändert und der Blutdruck nach der Operation in geringerem Ausmaß ansteigt. Patientinnen mit niedrigerem Risiko weisen zu allen Messzeitpunkten ein höheres positives psychisches Befinden auf als Patientinnen mit höherem psychischen Risiko. In Hinblick auf das negative psychische Befinden verhält sich dieser Effekt genau umgekehrt. Am Tag der Hospitalisation ist das positive psychische Befinden mittelstark ausgeprägt, sinkt 2 Stunden nach der Operation, um anschließend bis zum Entlassungstag unabhängig vom psychischen Risiko auf den Maximalwert der 5 Messzeitpunkte anzusteigen. Das negative psychische Befinden nimmt über die 5 Messzeitpunkte hinweg ab, wobei nur der Mittelwert des Entlassungstages signifikant geringer ausgeprägt ist als die der anderen Messzeitpunkte. Patientinnen mit höherem psychischen Risiko unterschieden sich hinsichtlich der Aufenthaltsdauer in der Klinik, der Aufenthaltsdauer im Aufwachraum und des Schmerzmittelverbrauchs nicht signifikant von den Patientinnen mit niedrigerem Risiko.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present study 29 female patients with higher vs. lower psychological risk were compared at 5 points in time concerning their occurence of physical- and mental condition, various indicators of their behavior and the orthostatic cardiovascular reaction. Results: The indicators of the physical condition (pain, relaxation, physical arousal, nausea) vary over the points in time, but there are no significant differences between the two risk- groups. As far as the orthostatic cardiovascular reaction is concerned there is an interaction between risk- group and time regarding the diastolic blood pressure. In patients with lower risk the diastolic blood pressure ascends similary before and after the surgery in the standing- period of the schellong test, whereas it ascends less after- than before the surgery in patients with higher psychological risk. Patients with lower risk show higher positive mental condition at all points in time than patients with higher psychological risk. Concerning negative mental condition this effect appears to be inverse. At the day of hospitalisation positive mental codition shows to be on a medium level, declines 2 hours after the surgery and increases then to the maximum level until the day of discharge independent of the psychological risk. Negative mental codition declines over the 5 points in time, whereas only the mean of the day of discharge differs significantly from the other means. Patiens with higher psychological risk dont differ in the duration of stay in the hospital, the duration of stay in the anaesthetic recovery room or the analgesic consumption from patients with lower risk.