Titelaufnahme

Titel
Anlegerschutz im Konkurs der Kapitalanlagegesellschaft bei strafrechtswidrigem Verhalten der Organe / eingereicht von Barbara Edelsbrunner
Verfasser/ VerfasserinEdelsbrunner, Barbara
Begutachter / BegutachterinNitsche Gunter
Erschienen2010
UmfangVII, 115 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Konkurs / Investmentgesellschaft / Anlegerschutz / Österreich / Konkurs / Investmentgesellschaft / Anlegerschutz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18988 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Anlegerschutz im Konkurs der Kapitalanlagegesellschaft bei strafrechtswidrigem Verhalten der Organe [0.35 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Diplomarbeit beschäftige ich mich einerseits mit der rechtlichen Beziehung zwischen österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (KAGen) im Sinne des Investmentfondsgesetzes und ihren Anlegern, und andererseits mit den rechtlichen Beziehungen dieser Anleger zu anderen Institutionen und Personen. Ich betrachte speziell die rechtliche Situation im Konkurs der KAG, wenn dieser durch strafrechtswidriges Verhalten ihrer Organe hervorgerufen wurde. In diesem Fall können sich die Anleger nicht mehr darauf verlassen, dass das Fondsvermögen, welches in ihrem Miteigentum steht und von der Insolvenz der Verwalterin normalerweise nicht betroffen ist, noch zur Gänze vorhanden ist. Im Falle von Investmentfonds ist speziell darauf zu achten, dass es sich meist um eine sehr große Zahl von geschädigten Anlegern handelt.Da die Konkursquote in der Regel nicht sehr hoch ausfällt und Aussonderungsrechte der Anleger in der Praxis selten bestehen, betrachte ich auch andere natürliche und juristische Personen, die für den finanziellen Schaden bzw den Eigentumsverlust der Anleger zur Verantwortung gezogen werden könnten. Der Anlegerentschädigungseinrichtung kommt im Fall von KAGen, die Kreditinstitute im Sinne des Bankwesengesetzes sind, nur eine nebensächliche Bedeutung zu. Die malversierenden Organe der KAG, die Anlageberater, der Bankprüfer, die Republik Österreich und die Depotbank kommen auch als Anspruchsgegner der Anleger in Frage. Zwischen diesen ist in der Praxis jedoch eine qualitative und quantitative Abwägung vorzunehmen. Man kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die strafrechtlich verurteilten Organe der KAG nicht den ganzen von ihnen verursachten Schaden ersetzen können. Am wahrscheinlichsten ist es, dass die Anleger in einem Verfahren gegen die Depotbank oder die Republik den geringsten oder gar keinen Ausfall erleiden.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the scope of this master?s thesis on the one hand I concentrate on the legal relation between austrian investment companies in the sense of the Austrian Investment Funds Act and their investors, and on the other hand I concentrate on the legal relations between those investors and other institutions and persons. I?m especially looking at the legal situation in the investment company?s insolvency, which was caused by a criminal offense of the board of management. In this case the investors are not sure that their fund assets, which are joint ownership and normally are not affected by the insolvency of the fund manager, still entirely exist. Especially in case of investment funds you have to pay attention to the fact, that there are mostly a big number of damnified investors.Normally the dividend in insolvency is not very high and the investors? right on withdrawal of property from the assets only sometimes persists, so I?m also looking at other physical and juristic persons who could have to compensate for the investors? financial damage or loss of assets.In case of investment companies, which are banks in the sense of the Austrian Banking Act, the investor compensation scheme is only of little importance. The board of management of the investment company, the investment consultant, the Austrian Republic and the depository bank are also possible opponents of the investors.But in reality there is to balance in a qualitative and quantitative way between those possible opponents. With the utmost probability the finally convicted board of management is not able to compensate the whole damage they caused. Most likely the investors got the best chance for getting full compensation if they take the depositary or the Austrian Republic to court.