Titelaufnahme

Titel
Unterrichtsbedingungen für selbstgesteuertes Lernen / Christoph Grundner
Verfasser/ VerfasserinGrundner, Christoph
Begutachter / BegutachterinPaechter Manuela
Erschienen2010
UmfangVI, 124 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Selbstgesteuertes Lernen / Unterricht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18906 Persistent Identifier (URN)
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Unterrichtsbedingungen für selbstgesteuertes Lernen [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit hatte sich zum Ziel gesetzt situationsspezifische Einflussfaktoren auf die Einsatzhäufigkeit von Strategien des selbstgesteuerten Lernens bei Schülerinnen und Schülern festzustellen. Es wurde eine quantitative Felduntersuchung mittels Fragebögen durchgeführt. Der Fragebogen besteht aus einem Teil zum selbstgesteuerten Lernen und einem zur subjektiv wahrgenommenen Häufigkeit von Lehr-Lern-Methoden. Über 400 Schülerinnen und Schüler Höherer Schulen wurden befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung offenbaren, dass die Lernstrategiennutzung der Schülerinnen und Schülern von ihrem Geschlecht, den im Unterricht verwendeten Lehr-Lern-Methoden und dem Fach abhängt, für das sie lernen. Den stärksten Effekt zeigt das Geschlecht an, gefolgt von Fachbereich und Lehr-Lern-Methoden. Der Einsatz der Strategien des selbstgesteuerten Lernens geht nur in geringem Ausmaß auf die eingesetzten Lehr-Lern-Methoden zurück. Die beiden Faktoren erklären zusammen nur zwei Prozent gemeinsame Varianz. Gleich schwache Zusammenhänge sind auch in anderen Fragebogenuntersuchungen berichtet worden. Stärkere Zusammenhänge zeigen sich durch qualitative Erhebungsarten. Die Erhebungsart relativiert auch den mittelstarken Geschlechtereffekt dieser Untersuchung. Die Unterschiede in den Fachbereichen können unter Umständen durch die unterschiedliche Struktur der Aktions- und Sozialformen in den Fächern erklärt werden. Dieses Thema sollte aber noch besser erforscht werden um diese Unterschiede besser erklären zu können.Zusammenfassen gesprochen ist die Untersuchung wie geplant gelungen. Da die Ergebnisse der Lernstrategiennutzung auch in anderen Untersuchungen von der Erhebungsart abhängen, sollte diese Untersuchung mit zusätzlichen qualitativen Untersuchungsmethoden repliziert werden, um als tatsachlich gültig angesehen werden zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

This study aimed to identify situation specific influencing factors on the frequency of self-regulated learning strategies. A self-report measure on learning strategies and frequency of teaching methods was administered on over 400 pupils in higher educational schools in Austria. Gender, subject and teaching methods had an effect on the frequency of self-regulated learning strategies. Teaching methods emerged in regression analyses and in an canonical correlation only as an weak predictor for learning strategies. Similarly weak connections have been detected in other questionaire baised studies. Manova analyses revealed middle-strong gender and subject effects. The gender effect could be based on socializing effcts but method based differences could weaken this effect. The different use of learning strategies in different subjects is probably due to structural differences of the subjects. As there has been no former investigations on subject based differences for the frequency of learning strategies, this topic should be further explored. Because different methods of testing learning strategies result in different findings, this study should be replicated with additional qualitative measures.