Titelaufnahme

Titel
The role of non-inspected items and inhibition of return in repeated visual search / Margit Höfler
Verfasser/ VerfasserinHöfler, Margit
Begutachter / BegutachterinKörner Christof ; Fink Andreas
Erschienen2010
Umfang143 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Visuelle Suche / Gedächtnis / Visuelle Suche / Gedächtnis / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18755 Persistent Identifier (URN)
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The role of non-inspected items and inhibition of return in repeated visual search [0.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die visuelle Suche, also die Suche nach einem Zielobjekt unter einer Menge von Distraktoren stellt ein fundamentales menschliches Verhalten da. In einer einflussreichen Studie zeigten Horowitz und Wolfe (1988), dass während visueller Suche kein Gedächtnis genutzt wird. Diese Annahme wurde seither heftig diskutiert (z.B. Gilchrist & Harvey, 2000; Horowitz & Wolfe, 2001; Körner & Gilchrist, 2008; Kunar, Flusberg & Wolfe, 2008; Peterson, Kramer, Wang, Irwin & McCarley, 2001). Trotzdem ist noch immer unklar, welche Eigenschaften ein solches Gedächtnis aufweist. Körner und Gilchrist (2007) konnten beispielsweise zeigen, dass während einer wiederholten visuellen Suche das Kurzzeitgedächtnis genutzt wird. Wenn man dasselbe Display mit Buchstaben zweimal unmittelbar hintereinander nach unterschiedlichen Zielbuchstaben durchsucht, kann man den zweiten Zielbuchstaben schneller finden, wenn er einer der zuletzt angesehenen Buchstaben der ersten Suche war. In dieser Dissertation wurde untersucht, ob auch solche Objekte in einer zweiten Suche schneller gefunden werden, die in einer ersten Suche nicht angesehen wurden. Weiters sollten die beteiligten Gedächtnisprozesse genauer untersucht werden. Dazu wurden insgesamt fünf Experimente durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass auch nicht angesehenen Objekte in einer zweiten Suche schneller gefunden werden können, als dies zu erwarten gewesen wäre, wenn kein Gedächtnis benutzt wird. Weiters konnte gezeigt werden, dass während einer Suche kurz zuvor angesehene Objekte inhibiert und dadurch noch nicht angesehene Objekte bevorzugt angesehen werden. Eine solche Inhibition würde auf eine Beteiligung eines eher automatischen Gedächtnisses hindeuten. Zwischen den beiden Suchen treten solche Inhibitionsprozesse allerdings nicht auf. Die Ergebnisse lassen daher darauf schließen, dass das Gedächtnis, welches über zwei Suchen hinweg wirkt, eher aktiv als automatisch ist und sich flexibel an die Suchsituation anpassen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Visual search, that is the search for a specific target object amongst distractor objects, is an essential human behaviour. A question which arose about a decade ago concerns the involvement of memory during visual search. In an influential paper, Horowitz and Wolfe (1998) proposed that memory does not support visual search. However, the conclusion of memory-less search was highly debated ever since (e. g., Gilchrist & Harvey, 2000; Horowitz, 2006; Horowitz & Wolfe, 2001; Körner & Gilchrist, 2008; Kunar, Flusberg, & Wolfe, 2008; Peterson, Kramer, Wang, Irwin, & McCarley, 2001). Although most researchers now agree that memory supports visual search the properties of this memory are still unclear (e.g., Beck, Peterson, & Vomela, 2006). For instance, Körner and Gilchrist (2007) suggested that short-term memory is involved in repeated visual search. It is possible to remember recently inspected objects from a previous search and find them faster in a subsequent search. One aim of the experiments presented here was to answer the question whether items are not only found faster in a subsequent search when they have been inspected during a previous search but also when they have not been inspected before. Furthermore, the involved memory processes were investigated. To this end, five experiments were conducted. Results showed that there is not only a benefit for recently inspected items but also for non-inspected items. When the underlying memory processes were investigated, results showed that previously inspected items were inhibited within search but not across the two searches. Such an inhibition was expected to be found when the benefit for non-inspected items is rather due an automatic memory process. Thus, it was suggested that the same memory mechanism which causes the benefit for recently inspected items in repeated visual search also causes the benefit for non-inspected items. Such a memory process is assumed to guide search rather actively and flexibly.