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Title
"... aber gefehlt hat immer was" : Auswirkungen der kriegsbedingten Vaterlosigkeit nach 1945 mit besonderem Fokus auf den Raum Graz / vorgelegt von Sophie Kleinberger
Additional Titles
"... but something has always been missing." The impact of father absence during childhood after 1945 with particular focus on the area of Graz
AuthorKleinberger, Sophie
CensorSchmidlechner-Lienhart Karin
Published2010
Description126 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Graz / Vaterentbehrung / Geschichte 1945 / Graz / Vaterentbehrung / Geschichte 1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18711 Persistent Identifier (URN)
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"... aber gefehlt hat immer was" [0.69 mb]
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Classification
Abstract (German)

Nach Jahrzehnten des Verdrängens und Vergessens scheinen die Erinnerungen an jene Zeit des Schreckens und der furchtbaren Erlebnisse während und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg immer mehr und mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu dringen. Seit den 1970er-Jahren haben sich ehemalige Kriegskinder zunehmend ihrer eigenen Erinnerungsarbeit gestellt und sich auch im öffentlichen Raum häufiger zu Wort gemeldet. In der vorliegenden Arbeit wird von der These ausgegangen, dass das kriegsbedingte Fehlen des Vaters als eine den Lebenslauf bestimmende Konstante für die Identitätsbildung und Erinnerungsstiftung der Betroffenen prägend ist. Dabei werden sowohl die allgemeinen Sozialisationsbedingungen der Kriegskinder in Deutschland und Österreich als theoretischer Hintergrund als auch die Auswirkungen kriegsbedingter Vaterlosigkeit auf das Leben des Kindes aus der Sicht der Psychoanalyse, der Lerntheorie, der Sozialpsychologie und der evolutionstheoretischen sowie biologisch-genetischen Ansätze aufgezeigt. Weiters wird auch im großen Themenbereich ?Erinnerungen an Kriegskindheiten? auf die einzelnen Gedächtnistheorien wie zum Beispiel das autobiografische Gedächtnis eingegangen. Ebenfalls ein Kernstück der Arbeit bildet der Abschnitt zur transgenerationalen Weitergabe traumatischer Erfahrungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass auch das Trauma der Vaterentbehrung von Generation zu Generation weitergegeben worden ist. Der praktische Teil der Arbeit umfasst die qualitative Auswertung einer Reihe von narrativen Interviews, welche sich geografisch und soziokulturell auf den Raum Graz beschränken.

Abstract (English)

After some decades of denial and neglect, several atrocious and terrible memories concerning the times during and right after World War Two seem to increasingly enter the consciousness of the public. Since the 1970s the Children of War have been breaking their silence and facing up to their own memories as well as to regeneration processes. This work deals with the theses that father absence caused by the War has a deep impact on the development of identity during childhood as well as during their adult life. As far as the theoretical approach is concerned, the paper does not only deal with the general conditions of socialisation of the Children of War in Germany and Austria but also investigates the impact of father absence on a child?s life from a psychoanalytical, a cognitive-behavioural and a social-psychological viewpoint and also deals with evolutionary as well as biological-genetic approaches. In a further aspect, this paper also focuses on the process of transgenerational transmission of traumatic experiences and explores the thesis that the traumata of father absence caused by World War Two is passed on from generation to generation.The practical part of the work includes a series of oral history interviews, narrowed down to the area of Graz.

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