Titelaufnahme

Titel
Population Genetics of the triplefin blenny Tripterygion tripteronotus in the north-eastern Adriatic Sea / Sara Weiß
Verfasser/ VerfasserinWeiss, Sara
Begutachter / BegutachterinKoblmüller Stephan
Erschienen2010
Umfang56 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Adriatisches Meer <Nordost> / Dreiflossenschleimfische <Familie> / Populationsgenetik / Adriatisches Meer <Nordost> / Dreiflossenschleimfische <Familie> / Populationsgenetik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18599 Persistent Identifier (URN)
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Population Genetics of the triplefin blenny Tripterygion tripteronotus in the north-eastern Adriatic Sea [1.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Mittelmeer, insbesondere die Adria ist durch seine abwechslungsreiche Historie wie der Messinischen Salinitätskrise und der Senkung des Meeresspiegels während der Würmeiszeit eine interessante Umgebung um Differenzierungen und Spezifikationsprozesse einzelner endemischer Arten zu untersuchen. Eine dieser endemischen Familien sind die Tripterygidae, bodennahe lebende Fische mit territorialen Männchen und einem kurzen pelagischen Larvenstadium. Beide Eigenschaften machen diese Familie zu einem Modellorganismus für phylogenetische und demografische Untersuchungen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die genetische Struktur und Demografie von marinen Organismen: wie etwa die Anpassung an bestimmte Habitat-Tiefen, die Organismenverteilung durch kleinräumige Strömungssysteme und der Einfluss von Wasserspiegelschwankungen durch erdgeschichtliche Ereignisse.In dieser Studie wurde das phylogenetische Verhältnis von T. tripteronotus und seinem Schwestertaxon T. delaisi untersucht. Dafür wurde ein 426 bp langer Bereich der Kontrollregion der mitochondrialen DNA verwendet. Die Proben wurden in den Sommermonaten 2006 ? 2008 entlang der kroatischen Küste in der Adria genommen. Die erstellten Haplotypen-Netzwerke und Stammbäume von T. tripteronotus zeigen eine klare Aufspaltung der Populationen in eine nördliche und eine südliche Gruppe. Die nördliche Gruppe kann aufgrund der dort herrschenden Strömungen nochmals unterschieden werden, entsprechend der kleinräumigen Strömungen die dort auftreten. T. delaisi wurde nur in einem kleinräumigen Strömungskreis gesammelt, wehalb die phylogeografische Substrukturierung fehlt. Eine genetische Strukturierung konnte auch innerhalb der Populationen bei T. tripteronotus festgestellt werden, was auf eine spezielle Anpassung an die Habitat-Tiefe schließen lässt. Demografische Rekonstruktionen der Vergangenheit zeigen eine Zunahme der Populationsgrösse nach der letzten Eiszeit bei T. delaisi und nahezu keine Veränderung bei T. tripteronotus.

Zusammenfassung (Englisch)

The Mediterranean, especially the Adriatic Sea, reveals a very interesting setting to study differentiation and specification processes. Its eventful history, including the Messinian Salinity Crises and the last glacial period in Europe, brought out many endemic species. One of the endemic families are the Tripterygidae, rock-dwelling fish with highly territorial males and a very short pelagic larval phase. Both characteristics make them role models for studies on phylogenetic structure and demography. Multiple factors can have an influence on their genetic structure and demography. The main factors investigated in this study where the local adaption on habitat depth, the distribution through small-scale circulation systems and the water level fluctuation during historical processes. The present study examines the phylogenetic relationship of Tripterygion tripteronotus and its sister species T. delaisi based on a 426 bp long part of the control region in the mitochondrial DNA. The samples were taken along the Croatian coastline during the summer months of 2006 ? 2008. The haplotype networks and the neighbour joining trees of T. tripteronotus show a clear separation of populations into two clades distinguishing a southern and a northern grouping. Furthermore the population differentiation shows a separation of the northern clade which is congruent with the small-scale circulation systems occurring in this area. The lack of phylogeographic substructure in T. delaisi confirms this effect since the samples of this species were only collected in the region of the third cyclonic re-circulation. There is also evident genetic structuring and genetic diversity within the populations of T. tripteronotus which approve the expectation for the adaption on habitat depth. The historical demographic reconstructions for T. delaisi show an increase of the population size after the last glaciation and for T. tripteronotus they nearly show no change.