Titelaufnahme

Titel
Auswirkung von Lärmschutzwänden an Straßen auf die Luftgütersituation / von Zotter Peter
Verfasser/ VerfasserinZotter, Peter
Begutachter / BegutachterinSturm, Peter-Johann
Erschienen2009
UmfangVIII, 123 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Lärmschutzwand / Luftqualität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18545 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkung von Lärmschutzwänden an Straßen auf die Luftgütersituation [6.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Lärmschutzwände (LSW) haben neben einer Reduktion des Lärms auch einen Einfluss auf die Schadstoffausbreitung. Deshalb ist es wichtig zu untersuchen, ob LSW ein Reduktionspotential gegenüber leeseitigen Schadstoffkonzentrationen besitzen.In dieser Arbeit wurden 3 LSW (Wölfnitz, Viktring, Petersgasse) auf ihr Reduktionspotential gegenüber NOx Immissionen untersucht. Außerdem wurde eine Literaturrecherche über das Reduktionspotential von Schadstoffen durch LSW durchgeführt. Die Untersuchung ohne LSW konnte nicht durchgeführt werden, da einige LSW bereits vor den Messungen existierten. Es wurde aber durch den Vergleich der Differenzen der Konzentrationen vor und hinter der LSW für alle Windrichtungen mit den Differenzen für Winde normal zur LSW versucht, den Abschirmeffekt der LSW zu zeigen. Die Abnahme für Winde normal zur LSW für die 2,7m hohe LSW ist in Wölfnitz für NOx um 32,8g/m (3,8%) und für NO2 um 14,4g/m (2,0%) größer als jene für alle Windrichtungen. Bei der 2m hohen LSW ist die Abnahme für Winde normal zur LSW für NOx um 2,88g/m und für NO2 um 1,81g/m größer, d.h. dass ein geringes Reduktionspotential durch die LSW vorhanden ist. Der Effekt der Erhöhung der LSW konnte ebenfalls gezeigt werden. Es ergibt sich für die 2,7m hohe LSW für NOx eine größere Reduktion um 1,41g/m (2,2%) und für NO2 um 1,30g/m (4,8%). Die Abnahme ist für Winde normal zur 3m hohen LSW in Viktring für NOx zwischen 8,8g/m (0,4%) und 10,8g/m (4,4%) und NO2 zwischen 3,9g/m (0,4%) und 7,2g/m (4,4%) größer, d.h. auch in Viktring gibt es ein geringes Reduktionspotential durch die LSW. In der Petersgasse wurde hinter der LSW ein 230m langes Ausbreitungsprofil gemessen. Dabei zeigt sich für NOx eine sehr starke Reduktion der Konzentrationen auf den ersten Metern. Die Differenz vor der LSW und 10m dahinter ist mit (64,5%) fast so groß wie jene von vor der LSW und 230m dahinter (68,5%). Daraus kann man schließen, dass die LSW auch hier einen Einfluss auf die Ausbreitung hat.

Zusammenfassung (Englisch)

Beside noise reduction, noise barriers also have an effect on the dispersion of air pollutants. Therefore it is important to analyze if a reduction potential for leeward pollutant concentrations can be found.In this study the reduction potential of 3 noise barriers (Wölnfitz, Viktring, Petersgasse) was analyzed. Furthermore a literature study of the reduction potential for leeward pollutant concentrations of barriers was done. Finding the reduction potential with a comparison of measurements with and without a barrier was not possible because some barriers have already existed before the measurements. However, the reduction potential was determined by a comparison between the difference of windward and leeward NOx and NO2 concentrations as well as for all wind directions. For wind directions perpendicular to the barrier in Wölfnitz the decrease was 32,8g/m (3,8%) greater for NOx and 14,4g/m (2,0%) for NO2 as the decrease for all wind directions. For the 2m high barrier the decrease for perpendicular winds was for NOx 2,9g/m and for NO2 1,8g/m greater. These results indicate that the barrier has a low reduction potential. The effect of an elevation of the barrier was also analyzed. The decrease for the 2,7m high barrier was for NOx 1,4g/m (2,2%) and for NO2 1,3g/m (4,8%) greater as for the 2m high barrier. For wind directions perpendicular to the barrier in Viktring the decrease was for NOx between 8,8g/m (0,4%) and 10,8g/m (4,4%) and for NO2 between (0,4%) and 7,2g/m (4,4%) greater as the decrease for all wind directions. Therefore a reduction potential through the barrier was also found in Viktring. In the Petersgasse a 230m long dispersion profile for NOx and NO2 in the leeward region of a barrier was investigated. Especially the NOx values decreased very fast on the first meters. The difference between the windward and the leeward concentrations 10m behind the wall with a value of 64,5% was almost the same as between windward and 230m (68,5%).