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Title
Billigkeitsentscheidung auf Restschuldbefreiung im Abschöpfungsverfahren / vorgelegt von Matthias Stipanitz
Additional Titles
Equitable decision on discharge of residual debt as procedure for skimming off
AuthorStipanitz, Matthias
CensorReckenzaun, Axel
PublishedGraz, 2017
Description63, 6 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Insolvenz / Privatkonkurs
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-116314 Persistent Identifier (URN)
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Billigkeitsentscheidung auf Restschuldbefreiung im Abschöpfungsverfahren [0.82 mb]
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Abstract (German)

Mit dem in Kraft treten der KO-Novelle 1993 wurden die Sonderbestimmungen für die Entschuldung natürliche Personen in die damalige Konkursordnung eingefügt. Ab diesem Zeitpunkt gab es für im Privatkonkurs befindliche Schuldner zwei Möglichkeiten. Das Schuldenregulierungsverfahren, verbunden mit einem von den Gläubigern bestätigten Zahlungsplan und das als letzter Ausweg dienende Abschöpfungsverfahren. Im Abschöpfungsverfahren hat der Schuldner am Ende des in der Regel 7 Jahre dauernden Verfahren die Mindestquote von 10% zu erreichen. Sollte dem Schuldner das gelingen, wird ihm die Restschuldbefreiung erteilt. Im Falle des Unterschreitens der Quote hat der Schuldner dennoch die Möglichkeit eine Restschuldbefreiung zu erhalten. § 213 IO sieht in Subsidiarität zueinanderstehende Billigkeitsentscheidungen des Insolvenzgerichts vor, um dies zu ermöglichen. Die in § 213 IO erwähnten Billigkeitsgründe sind nicht abschließend geregelt, wodurch große Uneinigkeit bei deren Anwendung herrscht. Auch beim erlaubten Ausmaß der Unterschreitung der Mindestquote besteht Uneinigkeit. Die Arbeit legt ihren Fokus deshalb auf Erörterung der im Gesetz genannten Billigkeitsgründe, dem Gesetz gleichzuhaltenden Billigkeitsgründe und allfälligen Reformideen bzw rechtspolitischen Erwägungen betreffend Vereinfachung des Verfahrens und Optimierung der Entschuldung natürlicher Personen. Weiters gewährt die Arbeit einen kurzen Einblick in die mit dem Insolvenzrechtsänderungsgesetz 2017 geplanten Änderungen, die das Abschöpfungsverfahren grundlegend ändern könnten.

Abstract (English)

As the KO novella of 1993 went into effect, the exceptional provisions for the exculpation of natural persons was embedded into the bankruptcy act of that time. From this moment on, there were two possibilities for debtors facing personal bankruptcy: The debt regulation procedure, which was connected to a payment schedule approved by the debtor and the levy process as a last way out. At the end of the usually 7 yearlong levy process, the debtor has to reach a minimum quote of 10%. If the debtor is able to reach this goal, they will receive an outstanding liability exemption, which they are still able to receive in case they fall bellow the quote. § 213 IO provides equitable reasons of the bankruptcy court standing by each other in subsidiarity. There is no final regulation on the equitable reasons in § 213 IO, which creates confusion when it comes to application. There is also disagreement concerning the permitted lower deviation oft he minimum quote. This paper therefore lays its focus on the discussion of the equitable reasons mentioned in the law, respectively a simplification of the procedure and an optimization of debt relief of natural persons from the point of view of legal policy. This paper furthermore provides an insight into the planned changes accompanying the insolvency law amendment act 2017, which might fundamentally change the levy process.

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