Titelaufnahme

Titel
Hausverlosung - strafbar? / vorgelegt von Nina Dörfler
Verfasser/ VerfasserinDoerfler, Nina
Begutachter / BegutachterinLambauer Heimo
Erschienen2010
Umfang62, VI Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Unbewegliche Sache / Verlosung / Strafrecht / Österreich / Unbewegliche Sache / Verlosung / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18426 Persistent Identifier (URN)
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Hausverlosung - strafbar? [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

HAUSVERLOSUNG ? STRAFBAR?Seit einiger Zeit sind Hausverlosungen der neue Trend am Immobilienmarkt. Dieser Traum, eine eigene Immobilie durch Verlosung zu erwerben, wirft aber verwaltungs-, zivil-, steuer- und strafrechtliche Fragen auf. In dieser Arbeit wird vor allem auf die glücksspielrechtliche Beurteilung der Hausverlosung in Österreich und Deutschland eingegangen. Da Immobilienverlosungen in Österreich unter den Glücksspielbegriff des § 1 Abs 1 GSpG fallen, sind sie glücksspielrechtlich nur zulässig, wenn es sich bei der Hausverlosung um keine Ausspielung iSd § 2 GSpG handelt, da gem § 4 Abs 1 GSpG diese Glücksspiele nicht in den Kompetenzbereich des Bundes fallen und somit nicht der Bewilligungspflicht des BMF unterliegen. Es ist aber zu beachten, dass die Durchführung einer Hausverlosung nach § 168 StGB verboten sein könnte. Bestraft wird die Veranstaltung oder die Förderung einer zur Abhaltung eines solchen Spieles veranstalteten Zusammenkunft, wobei allein die Absicht iSd § 5 Abs 2 StGB genügt, ?sich oder einem anderen? einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Es sind aber jene Spieler von der Strafbarkeit des § 168 StGB ausgenommen, die bloß zu gemeinnützigen Zwecken oder bloß zum Zeitvertreib und um geringe Beträge spielen.In Deutschland nimmt der Glücksspielstaatsvertrag von 2008 eine wichtige Rolle ein. Im Unterschied zu Österreich, benötigt man für Hausverlosungen in Deutschland eine staatliche Genehmigung. Doch erhalten weder Privatpersonen noch Unternehmer diese behördliche Erlaubnis. Deshalb können Hauseigentümer ihre Immobilien nur im Rahmen eines Geschlicklichkeitsspiels als Gewinn ausloben, da Geschicklichkeitsspiele nicht den §§ 284ff dStGB und auch nicht dem Glücksspielstaatsvertrag unterliegen. Ich bin also zum Ergebnis gekommen, dass es sowohl in Österreich als auch in Deutschland grundsätzlich erlaubt ist, seine Immobilie mittels Verlosung zu veräußern, wobei es hier auf die richtige Ausgestaltung der Verlosung ankommt.

Zusammenfassung (Englisch)

HOUSE RAFFLE ? PUNISHABLE?For some time, house raffles have been the new trend on the property market. This dream of acquiring an living property by lottery rises unresolved administrative, civil, tax and criminal questions. This work primarily discusses discussed the assessment of gambling law in the context of house raffle in Austria and Germany. Since in Austria house raffles fall under the concept of gambling of § 1 Abs 1 GSpG, the gambling law allows house raffles only if it is not a drawing in the sense of § 2 GSpG. According to § 4 Abs 1 GSpG, these house raffles do not comply with the regulations of the Federal Government and therefore they do not subject to the licensing requirements of the Federal Ministry of Finance. It should be noted, however, that § 168 StGB could prohibit the implementation of a house raffle. The event or the promotion of an organized meeting will be punished. In this case the intention of ?oneself or another? to gain pecuniary advantage is sufficient. Nevertheless, this excludes those players from criminal liability of § 168 StGB, who play only for charitable purposes or to pass one?s time and spend small amounts of money.In Germany the Interstate Treaty of 2008 plays an important role. In contrast to Austria, where ? in general terms ? house raffles do not subject to licensing requirements, Germany requires you to have a state approval. But neither individuals nor entrepreneurs receive this official license. Therefore, homeowners could offer their houses as a prize only in the context of a game of skill, because skill games do not subjct to the criminal prohibition of §§ 284ff dStGB nor the Interstate Treaty.I have come to the conclusion, that in Austria as well as in Germany it is generally allowed to sell his one?s property by lottery, but it depends on the proper design of the drawing.