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Title
Die rechtsphilosophische Dimension des Phänomens des moralischen Zufalls / von Matthias Gugatschka
AuthorGugatschka, Matthias
CensorRinofner Sonja
Published2010
DescriptionIII, 78 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Annotation
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Moral / Ethik / Recht / Moral / Ethik / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18288 Persistent Identifier (URN)
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Die rechtsphilosophische Dimension des Phänomens des moralischen Zufalls [0.74 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Untersuchung setzt sich mit dem Phänomen des moralischen Zufalls auf der Ebene des Rechtes, im speziellen mit dem Strafrecht und hier mit dem Problem des strafrechtlichen Versuchs, auseinander. Die Arbeit gliedert sich in vier Teile.Im ersten Teil dieser Arbeit wird versucht die enge Verbindung des Rechtes mit der Moral herauszuarbeiten. Dies ist notwendig, da die besondere Fragestellung dieser Arbeit diese Verbindung voraussetzt. Dem Kapitel liegt die Kontroverse des Naturrechts und des Rechtspositivismus zu Grunde, die historisch bis zum heutigen Stand der Diskussion aufgearbeitet wird.Im zweiten Teil wird das Phänomen des moralischen Zufalls anhand der beiden Aufsätze von Bernard Williams ?Moralischer Zufall? und Thomas Nagel ?Glück gehabt? erläutert und beschrieben. Diese beiden Aufsätze bilden die Grundlage für das Phänomen des moralischen Zufalls.Der dritte Teil dieser Arbeit setzt sich mit dem eigentlichen Thema dieser Analyse auseinander, nämlich die Bedeutung des Phänomens des moralischen Zufalls im rechtlichen Kontext und hier speziell im strafrechtlichen Kontext zu beleuchten. Dabei wird zu Beginn das strafrechtliche System Österreichs erörtert, wobei das Hauptaugenmerk darauf gelegt ist den strafrechtlichen Versuch detailliert darzustellen. In einem zweiten Schritt werden die Konsequenzen der Theorie des moralischen Zufalls auf die Ebene des Strafrechts projiziert und dabei die auftretenden Probleme im Bezug auf den strafrechtlichen Versuch diskutiert.Im vierten Teil werden die Ergebnisse der vorhergehenden Kapitel zusammengefasst.Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, dass obwohl die Position des moralischen Zufalls auf den ersten Blick einleuchtet und wir ihr unter allen Umständen zustimmen würden, sie auf den zweiten Blick, und besonders im strafrechtlichen Kontext nicht überzeugen kann.

Abstract (English)

This thesis deals with the phenomenon of moral luck on a legal ? and in particular ? criminal legal basis and focuses on the problem of the penal attempt. It is composed of four parts. The first part of this thesis attempts to distinguish the close connection between law and morals. This is essential as the specific research questions premised by this paper presuppose such a connection. Basic to this chapter is the controversy between natural law and legal positivism whose historical development is illustrated up to the current state of discussion. In the second part, the phenomenon of moral luck is explained and described using Bernard Williams? essay ?Moral Luck? and Thomas Nagel?s essay ???. These two essays form the foundation of the theory of moral luck which is why an in-depth examination of them is indispensible for this analysis.The third part of this paper deals with the actual topic of this analysis namely the relevance of the phenomenon of moral luck in a legal context and particularly in the ? for this paper ?especially significant criminal legal context. To this end, this part starts off with a description of the Austrian criminal legal system and therein concentrates on a detailed depiction of the penal attempt. Subsequently, the consequences of the theory of moral luck are projected onto the criminal legal level and the thereby exposed problems are discussed in relation to the penal attempt. In the fourth part, the results of the previous chapters are summarized and prospects are formulated.The aim of this thesis is to demonstrate that although the theory of moral luck makes sense at first sight and we initially thoroughly acknowledge its validity, it does not convince at second sight especially when put in a criminal legal context.