Titelaufnahme

Titel
Wirkungen von gesundheitsorientierten Bewegungsprogrammen mit dem Schwerpunkt "Rücken" in Abhängigkeit vom chronischen Stresszustand : eine quasiexperimentelle Untersuchung in steirischen Betrieben der Verpackungs- und Produktionsindustrie / Stefanie Cerncic
Verfasser/ VerfasserinCerncic, Stefanie
Begutachter / BegutachterinUhlig Thomas
Erschienen2009
Umfang116 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Berufstätigkeit / Stress / Wirbelsäulengymnastik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18134 Persistent Identifier (URN)
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Wirkungen von gesundheitsorientierten Bewegungsprogrammen mit dem Schwerpunkt "Rücken" in Abhängigkeit vom chronischen Stresszustand [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Dauerhafte Beanspruchung, die durch arbeitsbedingte Stressoren erzeugt wird, kann zu psychischen und/oder physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen von MitarbeiterInnen führen. Chronischer Stress und Rückenbeschwerden sind nur zwei Beispiele. Als Indikator auf körperlicher Ebene kann das Hormon Cortisol herangezogen werden.Ziel dieser Studie, die begleitend zu einem Gesundheitsförderungsprojekt in Betrieben der Verpackungsindustrie durchgeführt wurde, war es, die Wirkungen eines Rückenprogramms, einem Kletterkurs und einer Kontrollgruppe auf die Rückenfunktion, Schmerzen und Arbeitszufriedenheit in Abhängigkeit von chronischem Stress zu überprüfen.Es handelte sich um eine quasiexperimentelle Felduntersuchung, die basierend auf 2x3 faktoriellen multivariaten Teildesigns, bei einer Stichprobengröße von 24 bzw. 36 Personen, mit Messwiederholung ausgewertet wurde. Als abhängige Variablen wurden der gemessene Wert in Kilogramm bei Rumpf-Flexion nach Dr. Wolff zum 1. und 4. Messzeitpunkt, der Mittelwert aus fünf aufeinander folgenden Tagen der Subskala ?Schmerzen? in der Mehrdimensionalen körperlichen Symptomliste (Erdmann & Janke, 1994), sowie der Gesamtmittelwert der Profilanalyse der Arbeitszufriedenheit (Jiménez, 2008) zu jeweils allen vier Messzeitpunkten, herangezogen. Neben anderen psychologischen Indikatoren wurde das Hormon Cortisol durch Speichelproben erhoben.Bei den Ergebnissen zeigt sich, dass unterschiedliche Wirkungen auf das individuelle Ausmaß an chronischem Stress zurückzuführen sind. So geben Personen, die sich selbst als hoch chronisch gestresst beschreiben, höhere Werte in den Schmerzen sowie eine geringere Arbeitszufriedenheit an, als Personen, die sich selbst als niedrig chronisch gestresst beschreiben. Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass sich diese Unterschiede nur bei sechs von elf Quellen der Arbeitszufriedenheit zeigen und dass ein subjektiv hoher chronischer Stresszustand mit einer reduzierten Ausschüttung des Cortisols einhergeht.

Zusammenfassung (Englisch)

Permanent demands which are caused by work-related stress factors may lead to mental and physical impairments of health. Chronic stress and back specific pain are only two examples. Hormone cortisol serves as an indicator on somatic level.In context of health promotion in companies of packaging industry the effects of different programms (back school, indoor climbing that last seven weeks, and no intervention) and degree of chronic stress (high vs. low) were examined. Main topic of this trial is questioning the answers if there are differences in backspecific function, pain and job satisfaction between groups through four times of measurement.This study is about a quasi-experimental field enquiry and used multivariate general linear models repeated measures analysis. 24 respectively 36 participants matched themselves to three different interventions and were categorized by individual degree of chronic stress.The main outcome measures were "trunk flexion" assessed by Dr. Wolff taken at two different measuring times (before and after treatment) and "pain" analyzed by average score in corresponding subscale of Mehrdimensionale körperliche Symptomliste (Erdmann & Janke, 1994) over five consecutive days on each time of measurement. Furthermore "job satisfaction" was examined by mean value of Profile Analysis of Job Satisfaction (Jiménez, 2008) at all four points of time. In addition to psychological indicators salivary cortisol levels were also measured.Results indicate different effects depending on individual degree of chronic stress. Participants who describe themselves as high chronically stressed showed higher values in pain and lower job satisfaction than persons who describe themselves as low chronically stressed. Additionally there is evidence that these differences in job satisfaction only apply to six out of eleven facets of work-related satisfaction and that a subjective high level of chronic stress is accompanied by a reduced cortisol secretion.