Titelaufnahme

Titel
"De corpore et sanguine Domini" - Das mittelalterliche Eucharistiewunder in Friesach - Der Kultort im Spiegel der Überlieferungen und sein religionsgeschichtlicher Kontext
Verfasser/ VerfasserinZimmermann, Markus
Begutachter / BegutachterinSohn-Kronthaler Michaela
Erschienen2010
Umfang134 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2010 03
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Friesach / Blutwunder / Geschichte 1230-1238 / Rezeption / Friesach / Blutwunder / Geschichte 1230-1238 / Rezeption / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-18056 Persistent Identifier (URN)
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"De corpore et sanguine Domini" - Das mittelalterliche Eucharistiewunder in Friesach - Der Kultort im Spiegel der Überlieferungen und sein religionsgeschichtlicher Kontext [2.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wunder ereignen sich nicht im luftleeren Raum. Für das Jahr 1230 beziehungsweise 1238 ist in der Kärntner Stadt Friesach ein sogenanntes Blutwunder bezeugt. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem religions- und stadtgeschichtlichen Kontext dieses Eucharistiewunders an seinem gleichbleibenden Ort der Verehrung, der Heiligenblutkirche, und veranschaulicht darüber hinaus Veränderungen in den überlieferten Wunderberichten. In einem ersten Schritt gilt es, einen religionsgeschichtlichen Rahmen zu erstellen, Arbeitskategorien auszuarbeiten, Vorbedingungen eines mittelalterlichen Wunderverständnisses zu schaffen und das weite Feld der Wunder, speziell der Eucharistiewunder, abzustecken und auf ihren Entstehungskontext zu verweisen. Zum Zweiten widmet sich diese Arbeit konkret dem eucharistischen Verwandlungswunder in Friesach und seinem stadtgeschichtlichen Umfeld. Dazu ist es zumindest in Grundzügen notwendig, Kontinuitäten und Diskontinuitäten in den mittelalterlichen und neuzeitlichen Wunderberichten und im Verhalten der geistlichen Einrichtungen in Friesach zu diesem Mirakel aufzuzeigen, wobei neben Schriftquellen auch bildliche Darstellungen als Untersuchungsgegenstände dienen. Während die BesitzerInnen bis in die Gegenwart häufig wechselten (Dominikaner, Zisterzienserinnen, Priesterseminar, Filialkirche der Propstei St. Bartholomäus), blieb der Ort, an dem das miraculum lokalisiert wird, durch die Zeit hindurch stets derselbe. Der locus miraculi ist die große Konstante, an dem sich der regionalgeschichtliche Abschnitt der Untersuchung orientiert. Ferner werden das Wunder begünstigende Motive vorgeschlagen und anhand der Überlieferungstraditionen soll der Wandel von res factae zu res fictae im Wunderverständnis dargelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the years 1230/1238 a miracle of the eucharist took place in the carinthian city of Friesach. This thesis focuses on the religious and historical context of this miracle and the unchanged place of admiration through times, the church of the Holy Blood. Furthermore the paper states out the changes in the different written records. At first it is necessary to build a frame of religious history and working categories. In addition the medieval thinking of miracles is laid out and the extensive topic of miracles of the eucharist and their origins are specified. The second step is devoted to the miracle of the eucharist in Friesach and its local history. Therefore it is important to point out the continuities and the discontinuities in the medieval and modern reports of the miracle and the attitudes of the different regional catholic institutions. Besides written records also images are subject of this paper.