Titelaufnahme

Titel
Die Verbesserung der Rechtsstellung von Patchworkfamilien durch das Fam-RÄG 2009 BGBI 75/2009 / eingereicht von Andrea Schwinger
Verfasser/ VerfasserinSchwinger, Andrea
Begutachter / BegutachterinHinteregger Monika
Erschienen2010
UmfangVII, 98 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Stieffamilie / Recht / Österreich / Stieffamilie / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17881 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Verbesserung der Rechtsstellung von Patchworkfamilien durch das Fam-RÄG 2009 BGBI 75/2009 [0.53 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch das Familienrechts-Änderungsgesetz 2009 wurden Patchworkfamilien (PWF) endlich im Gesetz berücksichtigt. Statistische Erhebung zeigen, dass bereits 9,4% aller Familien in Österreich PWF sind. Wichtig für die Anwendung der neuen §§ 90 (3), 137 (4) ABGB ist es, zwischen PWF und Stieffamilien zu unterscheiden. PWF kann als Überbegriff für alle Familienkonstellationen verwendet werden, bei denen mindestens ein Kind, das kein gemeinsames Kind ist, im Haushalt mit den Lebensgefährten lebt. In Stieffamilien müssen die Partner verheiratet sein. Für Stieffamilien gilt sowohl §§ 90 (3), als auch 137 (4) ABGB. Für alle anderen PWF kann nur § 137 (4) ABGB angewendet werden. Als Vorbilder für die neuen Regelungen die PWF betreffen, dienten der deutsche § 1687b BGB und der Schweizer Art 299 ZGB. Ich habe auch die Rechtsstellung von PWF in Deutschland und der Schweiz untersucht, da diese Länder zum Teil genauere Normen haben und bereits eine Vielzahl an Judikatur dazu ergangen ist, die sich auch Österreich in gewissen Bereichen (zB ?Obsorgeangelegenheiten des täglichen Lebens?) zum Vorbild machen könnte. Um herauszufinden, welche Personen von § 137 (4) ABGB zum Schutz des Kindeswohls verantwortlich gemacht werden können, musste ich herausfinden, wer in einem ?familiären Verhältnis? zum Elternteil steht. Hier habe ich mich an der dazu ergangenen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte orientiert, die einen relativ großen Personenkreis in Betracht zieht. Fazit: Die Rechtsstellung von PWF hat sich schon allein dadurch verbessert, dass sie überhaupt Einzug ins ABGB gefunden hat. Stiefeltern erhalten rechtliche Absicherung und Anerkennung für die Teilnahme an der Betreuung für Stiefkinder.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the ABGB amendment (BGBl 75/200) reconstituted families are included in the Austrian law. Statistics have shown, that already 9,4% of all Austrian families are reconstituted families. For the use of §§ 90 (3) or 137 (4) ABGB its important to distinguish between reconstituted families in general and stepfamilies. ?Reconstituted family? is an umbrella term. They consist of a couple with at least one child, which is a non-common child and is the child of only one of the member of the couple. In a ?stepfamily?, the couple has to be married. Relating to stepfamilies, § 90 (3) as well as § 137 (4) ABGB can be used. For other reconstituted families, only § 137 (4) ABGB can be applied. The German § 1687b BGB and the Swiss Art 299 ZGB were taken as an example for the Austrian law concerning reconstituted families. Therefore I also demonstrated the legal situation of reconstituted families in Germany and Switzerland, because in these countries the laws concerning reconstituted families are longer in effect than in Austria. I hold the opinion, that Austria should take parts of the laws and the jurisdiction as role models. To find out, which persons are responsible for protecting the child according to § 137 (4) ABGB, I had to know, who is living a ?family life? with the mother/father. So I investigated the jurisdiction of the European Court of Human Rights according to the corresponding case law, which shows, that quite a lot of people come into consideration. Conclusion: The legal situation of reconstituted families has changed already because, before the ABGB amendment, reconstituted families werent even known in the Austrian law. Stepparents now receive legal coverage and acceptance for participating in the education for their stepchildren.