Titelaufnahme

Titel
Mikroskopische Untersuchungen an den Blättern der Zitronenmelisse im Jahresverlauf / Barbara Egger
Verfasser/ VerfasserinEgger, Barbara
Begutachter / BegutachterinMüller Maria
Erschienen2010
Umfang53 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zitronenmelisse / Blatt / Mikroskopie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17829 Persistent Identifier (URN)
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Mikroskopische Untersuchungen an den Blättern der Zitronenmelisse im Jahresverlauf [0.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Melissa officinalis L., die Zitronenmelisse, gehört zur Familie der Lamiaceae.Die Fragestellungen in dieser Diplomarbeit, die einen Teil eines größeren noch laufenden Projektes darstellen, umfassen anatomische Untersuchungen und Beobachtungen von Veränderungen der Laubblätter von Melissa im Verlaufe einer Vegetationsperiode. Die Beerntung der Laubblätter erfolgte zu vier verschiedenen Ernteterminen während der Vegetationsperiode 2008, wobei die Pflanze in optisch drei gleiche Teile aufgeteilt wurde.In dieser Arbeit werden die Blätter von Melissa im Lichtmikroskop untersucht. Es werden Quer- und Flächenschnitte der Laubblätter angefertigt und diese werden entweder ungefärbt mikroskopiert oder mit Fuchsin-Chrysoidin-Astrablau (FCA) kalt gefärbt und danach mikroskopisch untersucht. Die Melisse besitzt bifaziale Laubblätter mit kollateral offenen Leitbündeln. Die Blätter sind hypostomatisch aufgebaut und besitzen diazytische Spaltöffnungen. Die Färbung mit FCA erleichtert die anatomisch, mikroskopischen Untersuchungen, da unterschiedlich aufgebaute Zellwände sich verschieden anfärben und dadurch verholzte und unverholzte Zellwände eindeutig voneinander unterschieden werden können.Weder im Verlaufe der Vegetationsperiode noch zwischen oberen und untersten Drittel zeigen sich strukturelle oder anatomische Unterschiede am Blatt. Deutliche Unterschiede erkennt man jedoch in der Größe der Epidermiszellen, die von Mai bis August signifikant größer werden, sowie in der Dichte der Trichome.Melissa besitzt vier Haartypen: große und kleine Borstenhaare, Drüsenschuppen und Drüsenhaare und weiters wird ein noch nicht ausdifferenziertes Haar beobachtet. Diese vier Trichomtypen werden für jeden Beerntungstermin und für Triebspitze und unteres Drittel ausgezählt und vermessen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Haardichte an der Triebspitze deutlich höher ist als im unteren Drittel. Auffällig ist auch, dass man Drüsenschuppen hauptsächlich an der Triebspitze findet.

Zusammenfassung (Englisch)

The Melissa officinalis L. belongs to the Lamiaceae. It ranks among the medical plants and combats headaches, nausea and insomnia. The research of this paper ? being part of a current major project ? comprises anatomical examination and observation of changes in the Melissa?s leaves during the course of one vegetation-period.The broad-leaves have been harvested at four different dates during the vegetation-period 2008, having optically splitted up the plant into three parts. The lemon balm?s leaves have been examined under the light microscope. Cross sections and area sections have been made which have been examined microscopically, either uncolored or dyed with fuchsine-chrysoidine-astra-blue. The lemon balm has bifacial broadleaves with collaterally open vascular bundles. The leaves are constructed hypostomatically and have diacytic stomata. Colorations facilitate the anatomical microscopic examination, as differently constructed cell walls then take different colors, which makes the distinction between lignified and non-lignified cell walls much more easier. There are no recognizable structural or anatomical changes at the leaf, neither during the course of the vegetation-period nor between the upper and the lower third. Clear differences, however, can be found in the epidermis? cells? sizes which significantly grow bigger from May to August as well as does the density of the trichomes. The lemon balm has five different types of hair: The big and the small kemps, glandular scales and glandular hair and a so far not yet determined kind of hair. These five types of trichomes are counted and measured for each single harvesting date as well as fort the sprout?s head and the lower third. The outcomes show, that the density of hair is much higher in the sprout?s head than it is in the lower third. It is also striking that glandular scales are mainly found in the sprout?s head than elsewhere.