Titelaufnahme

Titel
"Die Bibel zu lesen ist ein reines Vergnügen" : biblische Bezüge in der Lyrik der Exilsdichterin Stella Rotenberg / vorgelegt von Edith Petschnigg
Verfasser/ VerfasserinPetschnigg, Edith Erika
Begutachter / BegutachterinFischer Irmtraud
Erschienen2010
Umfang122 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Rotenberg, Stella / Lyrik / Bibel / Rotenberg, Stella / Lyrik / Bibel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17775 Persistent Identifier (URN)
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"Die Bibel zu lesen ist ein reines Vergnügen" [0.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das lyrische Werk der mehrfach ausgezeichneten österreichisch-jüdischen Exilautorin Stella Rotenberg ist Ausdruck der großen Tragödie des 20. Jahrhunderts, der Shoa. Stella Rotenberg schreibt einerseits gegen das Vergessen, andererseits um ihre eigenen traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Geboren 1915 in Wien wurde sie schon früh mit Antisemitismus konfrontiert. Der ?Anschluss? 1938 bedeutete das Ende ihrer Existenz in Österreich. 1939 gelang ihr die Flucht in die Niederlande und nach Großbritannien, wo sie bis heute lebt. In ihrer Lyrik, die ab 1940 entstand, griff die Autorin in vielfältiger Weise auf biblische Texte, Themen und Figuren zurück. Ihrer Bibelrezeption ist diese Arbeit gewidmet.Einleitend wird in methodischer Hinsicht das Analyseinstrumentarium der Intertextualität vorgestellt und für die Untersuchung ausgewählter Bibelbezüge ein einschränkender Intertextualitätsbegriff gewählt. Weiters wird der Bibelrezeption in der deutschsprachigen Literatur, vor allem im 20. Jahrhundert, nachgegangen. Das zweite Kapitel setzt sich mit dem Leben und Werk Stella Rotenbergs auseinander. Das dritte Kapitel ist der exemplarischen Analyse zweier Gedichte gewidmet: ?Kain? (vgl. Gen 4,1?16) und ?Laß mein Volk ziehen? (vgl. Ex 5,1). Die Gedichtinterpretationen erfolgen in einer Zusammenschau von biblischem Referenztext, dessen literarischer Rezeptionsformen und der Biographie der Autorin. Stella Rotenbergs Bibelrezeption steht immer im Zeichen der Shoa, ist Ausdruck ihrer persönlichen Leid- und Verlusterfahrungen. In der Aufnahme biblischer Stoffe geht es Stella Rotenberg jedoch nicht nur um den Ausdruck der eigenen Erfahrungen. Gezielt nutzt sie die Bibel für ihr Plädoyer für ein friedliches Miteinander, für ein universelles Recht auf Leben.

Zusammenfassung (Englisch)

The lyric poetry of the exiled Austrian-Jewish author Stella Rotenburg, who has received several awards for her work, is an expression of the great tragedy of the 20th century, the Shoah. Stella Rotenberg writes partly to preserve the memory of the victims and partly to come to terms with her own traumatic experiences. Born in 1915 in Vienna, Rotenberg was confronted with anti-Semitism from an early age. The Anschluss of 1938 meant the end of her life in Austria. In 1939 she managed to flee to the Netherlands and to Great Britain, where she lives today. In her poetry, which was written from 1940 onwards, the author made widespread use of biblical texts, themes and figures. This study is devoted to the biblical references in her work.In the introductory part of this study the inter-textual analytical method is presented, and a limited model chosen for this survey of selected biblical references. Further, the use of biblical references in German-language literature, particularly in the 20th Century, is explored. The second chapter examines the life and work of Stella Rotenberg. The third chapter employs the above-mentioned method to analyse two poems: ?Kain? (see Gen. 4: 1-16) and ?Laß mein Volk ziehen? (see Ex. 5: 1). The interpretation of the poems is based on a synopsis of the biblical text, the literary form of the reference, and the biography of the author.Stella Rotenberg?s biblical references are always overshadowed by the Shoah, and express her personal experience of suffering and loss. However she does not use biblical material only to express her own experiences. She also uses the Bible purposefully in her plea for peace, and for a universal right to life.