Titelaufnahme

Titel
Druiden, edle Wilde oder finstere Zauberer? : ein Rekonstruktionsversuch eines authentischen Bildes der geistigen und kultischen Elite der altkeltischen Gesellschaft vor dem Hintergrund der ambivalenten Zeugnisse antiker Literatur / eingereicht von Christian Thomas Hatzenbichler
Verfasser/ VerfasserinHatzenbichler, Christian
Begutachter / BegutachterinHeimerl Theresia
Erschienen2010
Umfang103 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Druide / Druide / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17660 Persistent Identifier (URN)
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Druiden, edle Wilde oder finstere Zauberer? [0.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Vorstellung eines weiß gewandeten Druiden, der mit einer goldenen Sichel auf Eichen klettert, um dort Misteln zu schneiden, ist uns ein durch die moderne Keltenrezeption, spätestens aber seit der von René Goscinny und Albert Uderzo geschaffenen gallischen Druidenfigur des Miraculix (im franz. Original: Panoramix) aus der Comicserie Asterix bekanntes Bild. Dieses verdanken wir der modernen Druidenrezeption, beginnend mit der Wiederentdeckung der Kelten im Zeitalter der Romantik. Diese Arbeit geht der Frage nach, wer die Druiden wirklich gewesen sind. Um diese Frage zu klären liegen uns jedoch keine originär keltischen Texte vor. Das wenige Wissen über die Druiden stammt nicht aus ihrer Feder selbst. Deswegen müssen als Grundlage die antiken literarischen Zeugnisse griechischer und römischer Autoren dienen. Zu Beginn wird ein Überblick über diese Quellenlage und die damit verbundenen Probleme in der Forschung gegeben. Danach werden die Druiden in die keltische Gesellschaft eingeordnet. Es wird ihnen ein Platz zugewiesen und sie werden von anderen religiösen Experten unterschieden. Nach dieser Einteilung folgt dann der genauere Blick auf die Druiden und es wird versucht ihre Ausbildung und Lehre näher zu beschreiben, sowie ihre Aufgaben und Funktionen näher zu definieren. Danach folgt ein Kapitel, in dem die heiligen Orte und Zeiten thematisiert werden. Es wird darin der Frage nachgegangen, was man von den Kultstätten der Druiden weiß und ob es feste, vorgeschriebene religiöse Zeiten gab. Daran anschließend wird gefragt, ob es Druidinnen gab. Sind die religiösen Expertinnen bei den Kelten zugleich Druidinnen gewesen? Am Schluss findet sich ein Resümee, in dem prägnant die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The image of a white clad druid who climbs oaks with a golden sickle to cut mistletoes is a picture widely known by the modern Celt's adoption. The most recent adaption is the druid figure Miraculix of René Goscinnys and Albert Uderzos comic series Asterix. We owe this picture to the modern druid adoption, beginning with the rediscovery of the Celts in the age of romanticism. This paper aims to provide answers on the question who these druids have been. Unfortunately no original Celtic texts have survived over time. This little knowledge about the druids does not come from their feather. So the antique literary reports of Greek and Roman authors serve as a basis. At the beginning an overview about this situation and the problems linked with it is given in the research. Then there is a focus on how the druids are arranged in the Celtic society. A place is assigned to them and they are distinguished from other religious experts. After this division follows the more specific look at the druids and a closer description of their education and apprenticeship as well as a closer outline on their duties and functions. Then follows a chapter in which the holy places and times are picked out as a central theme. The next chapter elaborates on the question of the use of cult sites of the druids and whether there were firm, prescribed religious times. Then the question is raised whether there have been female druids or not. Have the female religious experts of the Celts at the same time been druids? At the end a summary of the most important findings and results is provided.