Titelaufnahme

Titel
Fischökologische Untersuchung an der neu errichteten Fischwanderhilfe am Mur-KW Spielfeld : (Spezialgebiet: Fischwanderungen) / Dario Desimini
Verfasser/ VerfasserinDesimini, Dario
Begutachter / BegutachterinWeiss Steven
Erschienen2009
UmfangVIII, 195 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Spielfeld <Steiermark> / Mur / Wasserkraftwerk / Fischwanderung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17645 Persistent Identifier (URN)
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Fischökologische Untersuchung an der neu errichteten Fischwanderhilfe am Mur-KW Spielfeld [4.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit Oktober 2007 verfügt das Mur-Kraftwerk Spielfeld über eine Fischwanderhilfe (FWH).Die FWH bestehet aus einer aufgelösten Einstieg-Raurampe, aus einem 3 km langen, naturnahen Umgehungsgerinne (das gleichzeitig auch den Unterlauf vom parallel zum KW-Stauraum fließenden Gamitzbach darstellt) und einer technischen Wanderhilfe (Vertical-Slot) Im Auftrag des Eberstallers und Zauner Büros (EZB) führten wir fischökologische Untersuchungen durch, um die Funktionalität der Anlage zu prüfen.Das Monitoring über die Wanderungen der Fische in, durch und aus der FWH wurde durch Reusenuntersuchungen durchgeführt. Die Untersuchungszeit ging vom 12. März bis 25. Juni 2008. Die Reusenkontrollen wurden durch E-Befischungen des KW-Unterwassers und der FWH und Markierungsversuche.Die positiven Auswirkungen, besonders auf den fischökologischen Zustand im Gamlitzbachunterlauf ließen sich sehen. Wenn bis 2006 im Gamlitzbach nur 14 Arten (nur 7 im Unterlauf) vorhanden waren, stieg diese Zahl ? bereits wenige Monate nach der Eröffnung der FWH ? auf bis zu 35 Arten (10 FFH Arten). Alle Leit- und häufigen Begleitarten, sowie mehrere seltene Arten die des Leitbildes der beiden Gewässer wurden nachgewiesen.Der Aufstieg war prinzipiell für alle vorhandenen Arten und Altersstadien möglich, wobei der Fangerfolg für kleinere Arten nicht immer optimal war.Die höchste Wanderaktivität fand in April und Mai, bei aufsteigenden Wassertemperaturen und beruhigtem Abfluss statt.Durch die Befischung der FWH konnte bestätigt werden, dass mehrere Arten das Umgehungsgerinne als Laichplatz und als Habitat sowohl für Jung- als auch für Adultfische benutzen. Besonders die Arten Schneider, Gründling, Aitel, Barbe scheinen sich gut etabliert zu haben. Relevant ist auch die Anwesenheit von Nasen, die die Raurampe als neu eröffnetes Laichhabitat angenommen haben.Die FWH wurde anhand des Beurteilungsschemas von Woschitz et al. (2003) als ?vollkommen funktionsfähig? bewertet.

Zusammenfassung (Englisch)

In October 2007, a fish-pass channel was constructed at the hydroelectric power plant at Spielfeld on the River Mur. The facility consists of a rough access ramp, a 3 km long, nature-like bypass channel (which incorporates the full flow of the tributary Gamlitzbach) and a technical fish-pass (Vertical-Slot). Under contract of the Eberstaller and Zauner Büro (EZB) we conducted an ichthyological study to evaluate the function of the bypass facility. Fish movement through the facility was monitored with help of two fish traps. The investigation was carried out from March 12-June 25 2008. We also carried out mark-and-release experiments and electricfishing in the tailwater of the power plant and within the fish-pass.The positive effects, particularly on the ichthyological status of the lower stretch of the Gamlitzbach were of considerable importance. In 2006 only 14 fish species were documented in the Gamlitzbach, and only 7 species in the lower stretch, now incorporated by the bypass facility. In the months following the bypass construction we documented 35 species (including 10 species of conservation interest). All of the primary or frequent species, as well some rare species comprising the baseline or ?Leitbild? for these water bodies were confirmed. Upstream migration was possible for all present species and in different development stages, whereas the catch rate of smaller fishes was not optimal. The main (spawning) migration took place in April and May during increasing water temperatures and low flow. We could also confirm that the bypass channel is used from many species as spawning grounds and as habitat for adults and juveniles. Especially noteworthy was the spawning of nase in the access ramp. Species like spirlin, chub, barbel and gudgeon seems to form stable populations in the bypass channel. The whole fish pass was marked as ?completely functional? on the basis of the evaluation-schema from Woschitz et al. (2003).