Titelaufnahme

Titel
Gesundheitsförderung im Call Center : Auswirkung von unterschiedlichen Arten der Pausengestaltung auf physische und psychische Variablen / Michael Wohlkönig
Verfasser/ VerfasserinWohlkönig, Michael
Begutachter / BegutachterinUhlig Thomas
Erschienen[ca. 2009]
UmfangVIII, 179 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., [2009]
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Callcenter / Arbeitsbedingungen / Gesundheitsförderung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17505 Persistent Identifier (URN)
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Gesundheitsförderung im Call Center [9.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Folgen der Arbeit in einem Call-Center werden in der Literatur mit Augen- und Muskelschmerzen sowie weiteren gesundheitlichen Beschwerden angeführt. Kritische psychologische Risikofaktoren, die bei dieser Art von Arbeit auftreten können, sind hohe emotionale und kognitive Belastungen, hoher Zeitdruck, der eingeschränkte Handlungsspielraum sowie eine eingeschränkte soziale Unterstützung. Es wurde eine Untersuchung in dem Call-Center TPI durchgeführt um die Auswirkung von unterschiedlichen Pausensystemen und unterschiedlichen Arten der Pausengestaltung zu überprüfen. Untersucht wurde die Auswirkung auf die Herzfrequenz, auf die Erholung und Beanspruchung, sowie das psychische und physische Befinden. Insgesamt nahmen 54 MitarbeiterInnen an der Untersuchung teil, davon waren nur 9 männlich. Für die physiologischen Messungen wurde eine Teilstichprobe mit 19 MitarbeiterInnen untersucht. Die Ergebnisse der physiologischen Messungen zeigten, dass die MitarbeiterInnen in dem herkömmlichen Pausenmodus eine höhere Aktivierung aufwiesen, als MitarbeiterInnen mit acht Minuten Pause. Zwischen dem Zeitverlauf und der Art der Pausengestaltung gibt es einen signifikanten linearen Trend der zeigt, dass die Pulsdifferenz bei den Gruppen mit Pausengymnastik stetig steigt. Bei der Überprüfung der psychologischen Variablen zeigte sich eine hoch signifikante Wechselwirkung in der Dimension der subjektive Fehlbeanspruchung zwischen der Länge der Pause und dem Zeitverlauf. Der Verlauf zeigt eine Reduzierung der subjektiven Fehlbeanspruchung bei acht Minuten Pause alle zwei Stunden. Bei den Dimensionen Erholung und Freizeit/Pausen zeigten sich schwach signifikante lineare Trends in eine positive Richtung für die achtminütige Pause. Beim phyischen und psychischen Befinden zeigten sich vorwiegend signifikante lineare Trends in die Richtung ?Reduzierung der körperlichen Beschwerden? und des ?Unwohlseins? bei den beiden neu eingeführten Pausenregelungen.

Zusammenfassung (Englisch)

The outcome of the high workload in call centre work is described in literature as eye strain, muscoskeletal pain and other health disorders. Critical psychological risk factors that can appear with this kind of work are high emotional and cognitive strain, high time pressure, constricted latitude and constricted social support. Through the implementation of a new rest break system and gymnastic exercises it has been tried to decrease the mental strain and its outcome. Therefore a research in the call centre TPI was accomplished to verify the outcome of different rest break modes and different kinds of break arrangements. The impact on the heart rate, the relaxation and the strain, and also the physical and psychic condition were tested. 54 staff members participated in the research, 9 of them male. For the psychological gauging a partial sample of 19 staff members was analyzed. The conclusion of the psychological gauging showed that the staff members that stayed in the normal break mode showed a higher activation than the staff members whose break was 8 minutes long. Between the time elapsed and the way the break was spend a significant trend can be found that shows that the pulse spread of the group that did gymnastic was steadily rising. When the psychological variables where reviewed a highly significant interaction in the dimension of the subjective overstraintment that concerned the length of the breaks and the time elapsed. The progress shows a reduction of the subjective overstraintment when the breaks where 8 minutes long and took place every 2 hours. As to the dimension relaxation and free time/breaks a weakly significant linear trend towards a positive direction to the 8 minutes long break was found. The physical and psychic condition showed a predominant significant linear trend towards the ?reducing of the physical discomfort? and the ?indisposition? when the new break mode was conducted.