Titelaufnahme

Titel
Das Bade- und Wirtschaftsgebäude der Villa Rustica von Hof-Elsenwang bei Salzburg : Auswertung des römischen Fundmaterials / vorgelegt von Christl Gruber
Verfasser/ VerfasserinGruber, Christl
Begutachter / BegutachterinLehner Manfred
Erschienen2010
Umfang193, [14] Bl. Anh. : Zfassung + 2 Kt. gef. in Schl. ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Salzburg <Region> / Villa rustica / Ausgrabung / Salzburg <Region> / Villa rustica / Ausgrabung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17329 Persistent Identifier (URN)
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Das Bade- und Wirtschaftsgebäude der Villa Rustica von Hof-Elsenwang bei Salzburg [14.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den Jahren 1991 und 1992 konnten in Hof-Elsenwang bei Salzburg die Fundamente zweier Gebäude, die einst einer römischen villa rustica angehörten, freigelegt werden. Diese Gebäude wurden als Bad sowie als Teile eines Wirtschaftsgebäudes interpretiert. Vor allem das im Grundriss zur Gänze erhaltene Badegebäude von Hof-Elsenwang erbrachte für die Römerzeit Salzburgs wichtige Ergebnisse.Um Aufschluss über das Fundspektrum des Bade- und Wirtschaftsgebäudes geben zu können, waren die Sichtung, die Auswertung sowie die Zusammenstellung des gesamten römischen Fundmaterials in Form eines Katalogs notwendig. Es wurden einzelne Fund- bzw. Materialgruppen zusammengestellt, um somit einen Überblick über das Fundrepertoire der beiden Komplexe zu geben. Die typochronologische Einordnung der einzelnen Funde soll näheren Aufschluss über die zeitliche Streuung der Befunde auf dem betreffenden Areal liefern.Insgesamt wurden 183 Funde, die sich aufgrund ihrer Fundkontexte oder ihrer spezifischen Form als römisch charakterisieren lassen, in den vorliegenden Katalog aufgenommen und vorgelegt.Anhand des ausgewerteten Fundmaterials konnte für den Befundkomplex der beiden Gebäude von Hof-Elsenwang ein chronologischer Rahmen eingegrenzt werden.Während das Gros der sicher datierten Funde aus dem Badegebäude ab der 1. Hälfte des 2. Jhs. n. Chr. zu datieren ist, stellen sich die Funde aus dem Wirtschaftsgebäude als etwas jünger dar. Demnach darf angenommen werden, dass das Wirtschaftsgebäude wohl einige Jahrzehnte später, etwa ab der 2. Hälfte des 2. Jhs. n. Chr., entstanden ist bzw. benutzt wurde.Auffallend ist, dass kein einziger der sicher datierten Funde nach der Mitte des 3. Jhs. n. Chr. anzusetzen ist.Dies könnte wohl mit dem Einfall der Alamannen im Jahre 259/260 n. Chr., von dem auch Iuvavum und sein Umland nicht völlig verschont geblieben sind, zu erklären sein. Demnach wurden vermutlich beide Komplexe aufgrund der drohenden Gefahr des Alamanneneinfalls verlassen.

Zusammenfassung (Englisch)

In 1991/1992 the foundations of two buildings belonging to the Roman villa rustica in Hof-Elsenwang close to Salzburg were excavated. In the course of the excavation, the foundations of a bathhouse as well as parts of an outbuilding were discovered. Especially the bathhouse with its entirely intact ground plan provided important results concerning Roman Salzburg.To gain a better understanding of the spectrum of finds in the bathhouse and the outbuilding, an examination, analysis and collocation of the Roman finds in a catalogue was indispensable. To get an overview of the finds-repertoire in both complexes, groups of finds and materials were classified. Furthermore, dating and, when possible, typochronological classification of the finds should give some indication of the temporal distribution within the region under investigation.Altogether 183 finds, which can be characterized as Roman based on the context or specific shape are included in the current catalogue.Material analysis revealed that the time frame for the two buildings at Hof-Elsenwang was limited. The majority of finds from the bathhouse dates back to the first half of the second century A.D. whereas the finds of the outbuilding are slightly younger. This indicates that the outbuilding was built several decades later, presumably around the second the half of the second century A.D. Strikingly, none of the finds date as later as the middle of the third century A.D.There could be a connection with the invasion of the Alemanni in 259/260 A.D., which also affected Iuvavum and its surrounding area.All of this suggests that the two buildings were abandoned because of the impending threat of an Alemanni invasion.