Titelaufnahme

Titel
Chronoethologische Studie an den Koalas im Tiergarten Schönbrunn / Verfasserin: Elisabeth Maria Lernbaß
Verfasser/ VerfasserinLernbaß, Elisabeth Maria
Begutachter / BegutachterinCrailsheim Karl
Erschienen2010
Umfang74 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Koala / Zootierhaltung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17190 Persistent Identifier (URN)
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Chronoethologische Studie an den Koalas im Tiergarten Schönbrunn [3.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

?Chronoethologische Studie an den Koalas im Tiergarten Schönbrunn?; Elisabeth Maria Lernbaß; Koalas sind in europäischen Zoos selten, da sie als problematische Art gelten. Sie sind sehr anfällig für eine Reihe von Krankheiten und Stress. Deshalb gibt es diverse Methoden, um das Wohlbefinden von Koalas in Zoos zu bewerten, doch keine davon ist zufriedenstellend. Es sind Methoden zu bevorzugen, die einen direkten Kontakt mit den Tieren ausschließen. Eine solche Methode stellt die Chronoethologie dar. Sie analysiert die Aktivitätsrhythmik der Tiere im Tagesverlauf. Ein reduziertes Wohlbefinden der Tiere spiegelt sich folglich in deren Verhaltensmuster wider. Diese Studie beruht auf der Dissertation ?Chronoethological assessment of well-being and husbandry in captive koalas? (Benesch, 2007). Im Rahmen dieser Untersuchung wurden die Koalas des Tiergartens Schönbrunn, Mirra Li und Bilyarra, 2004 und 2005 bereits beobachtet. Die Beobachtungen im Rahmen dieser Studie fanden 2007 und 2008 statt. Dazu wurde das Verhalten der Tiere mit Hilfe von 24-Stunden-Zeitraffer-Videos über mehrere Monate kontinuierlich aufgezeichnet. Die Daten aus 2004 und 2005 wurden für Vergleiche herangezogen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass sich die Aktivitätsmuster von Mirra Li und Bilyarra im Lauf der Jahre verändert haben. Ein Grund dafür könnte die 2005 vorgenommene Umstellung des Wiegezeitpunktes von 10:15 auf 16:00 sein. Bilyarra ruht nun vom frühen Vormittag bis zum nachmittäglichen Wiegen und auch Mirra Li weist Ruheperioden am Vormittag und um die Mittagszeit auf. Beide Tiere reagieren zudem stark auf die nachmittägliche Fütterung. Die ursprünglich sehr unstrukturierte Aktivitätsrhythmik des Weibchens weist jetzt leichte Tendenzen einer Musterbildung auf. Durch die Orientierung des Koalas an der täglichen Pflegerroutine ergibt sich außerdem für alle untersuchten Verhaltensweisen eine 24-Stunden-Periodik, deren Signifikanz im Lauf der Jahre zunimmt. Das ist als positiv zu bewerten.

Zusammenfassung (Englisch)

?Chronoethological study on koalas at the Vienna Zoo?; Elisabeth Maria Lernbaß; Koalas are attractive zoo animals but their husbandry is problematic because they are prone to diseases and stress. There are several methods to analyse the well-being of zoo koalas but none of them is satisfying. Methods without having direct contact with the animals should be preferred. One of these methods are chronoethological studies. They can help to find out the general activity pattern of an animal and to recognise deviations in its behaviour which can be indicators of sickness or stressing conditions. This study is based on the dissertation ?Chronoethological assessment of well-being and husbandry in captive koalas? (Benesch, 2007) which contains results of observations on the two Viennese koalas, Mirra Li and Bilyarra, in 2004 and 2005. This study was conducted in 2007 and 2008 and the dates were compared with that of 2004 and 2005. To gain the activity patterns, the behaviour of the koalas was continuously assessed by infrared video over several months. The results show that the rhythms of Mirra Li and Bilyarra have changed over the years probably because of the altered weighing time from 10:15 to 16:00 in 2005. Daily weighing is a popular method to check the physiological condition of zoo koalas and it should take place in the afternoon when most koalas are active. Bilyarra now rests from the early morning until the weighing time and also Mirra Li shows resting periods in the morning and around midday. Furthermore both koalas react strongly to the feeding which follows the weighing at 16:00. The primarily very atypical activity rhythm of the female now shows slight tendencies of a pattern and because of the influence of the keepers its behaviour has a 24-hour-periodicity. The significance of this periodicity increases over the years and this is an advantage for the animal.