Titelaufnahme

Titel
Developmental dyslexia : a single case study of reading and writing problems in English, French and German / vorgelegt von Andrea Kulmhofer
Verfasser/ VerfasserinKulmhofer, Andrea
Begutachter / BegutachterinPeltzer-Karpf Annemarie
Erschienen2010
Umfang160 Bl. : Zsfassung + CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Dyslexie / Fallstudie / Dyslexie / Fallstudie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-17115 Persistent Identifier (URN)
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Developmental dyslexia [2.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Einfluss von Legasthenie auf die Lese- und Rechtschreibleistungen eines 14-jährigen Schülers mit Legasthenie in der Muttersprache Deutsch und den Fremdsprachen Englisch und Französisch. Der Datenpool bestand aus 3601 geschriebenen und 304 gelesenen Wörtern. Die aus dem Datenpool extrahierten Lese- und Rechtschreibfehler wurden auf informelle Weise einer linguistischen Analyse unterzogen. basierend auf dem im Theorieteil präsentierten linguistischen Hintergrund. Dieser diskutiert die Besonderheiten der Englischen, Französischen und Deutschen Orthographie. Die Fallstudie zeigte, dass die Besonderheiten dieser Orthographien Einfluss auf die Rechtschreibfehler des Probanten hatten. Weiters konnten im Rahmen der Fallstudie zwei der drei großen linguistischen Thesen, die Hypothese der linguistischen Kodierungsschwierigkeiten (Linguistic Coding differences hypothesis) und die Hypothese des phonologischen Defizits (Phonological deficit hypothesis) welche die Ursachen für Legasthenie benennen bestätigt werden. Außerdem zeigten die Ergebnisse der Fallstudie, dass von Rechtschreibschwierigkeiten auf Leseschwierigkeiten rückgeschlossen werden kann und umgekehrt. Bemerkenswert war außerdem, dass die Anzahl der falsch geschriebenen Wörter prozentuell der Anzahl der falsch gelesenen Wörter entsprach. Fehler die auf orthographische und phonologische Verarbeitungschwierigkeiten zurückzuführen sind, dominierten in allen drei Sprachen. Weiters unterstützen die Ergebnisse der Fallstudie Forschungsberichte darüber dass auditive und visuelle Vertauschung von Graphemen als typischer Fehler bei Legasthenikern auftreten. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ergebnisse der Fallstudie gezeigt haben, dass Legasthenie nicht nur einen nennenswerten Einfluss auf die Lese- und Rechtschreibleistungen in der Muttersprache hat sondern auch auf jene in den Fremdsprachen.

Zusammenfassung (Englisch)

Based on a single case study, this thesis investigated the influence of dyslexia on reading and spelling performances in the mother tongue German and the foreign languages English and French of an Austrian student diagnosed with dyslexia. The data pool consisted of 3601 written and 304 orally read words. The spelling and reading errors extracted from the data were then analyzed using informal linguistic error pattern analysis procedures. This detailed error pattern analysis was based on the linguistic research findings presented in the theoretical part of the thesis. Among others, it discussed the characteristics of English, French and German orthography. The single case study revealed that these characteristics had an impact on the spelling errors produced by the subject of this thesis. Further, the three major linguistic hypotheses discussing the reason for dyslexia were presented. The single case study showed proof of the linguistic coding differences hypothesis (LCDH) and the phonological deficit hypothesis. In addition, the case study revealed that spelling errors could be predicted from reading errors and vice versa. The single case study revealed further that the amount of misspelled words and misread words was approximately the same. Orthographic and phonological processing issues dominated in all three languages. Moreover, the data analysis supported research stating that auditory and visual grapheme confusions are common types of errors among individuals with dyslexia. In sum, it can be said that the single case study showed that dyslexia had a significant impact on the spelling and reading performance not only in the subject?s mother tongue but also in any foreign language.