Titelaufnahme

Titel
Songs of Experience : the relationship of drugs to writers and their work / vorgelegt von Eva Schachner
Verfasser/ VerfasserinSchachner, Eva
Begutachter / BegutachterinKeiper Hugo
Erschienen2010
Umfang102, XIV Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Drogenkonsum / Schriftsteller / Drogenkonsum / Schriftsteller / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16952 Persistent Identifier (URN)
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Songs of Experience [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sei es, um die Kreativität anzuregen, sei es, um mit dem Druck umzugehen, den Berühmtheit mit sich bringt: Offenbar liegt es gerade Künstlern nahe, Rauschdrogen zu konsumieren, wie es besonders in den 1960ern deutlich wurde. Doch die Verwendung von Drogen ist keineswegs auf diese legendäre Dekade begrenzt. Bereits AutorInnen des 19. Jahrhunderts waren dem Rausch nicht abgeneigt und haben ihre Erfahrungen literarisch verwertet. Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, warum ein/e AutorIn eine bestimmte Droge konsumiert und warum bzw. wie er/sie darüber schreibt, wobei sowohl Songtexte als auch literarische Texte aus verschiedenen Epochen analysiert werden. Eine wichtige Grundannahme ist, dass auch Künstler nur Menschen sind; demzufolge stellt sich die Frage, warum Menschen an sich das Bedürfnis haben, Rauschzustände zu erleben. Dem wird in einem einführenden Kapitel nachgegangen. Um das für die Analysen notwendige Hintergrundwissen zu vermitteln, wird jeweils eine Einführung zu Herkunft, Geschichte und Wirkung einiger bekannter Rauschdrogen gegeben. In der Folge werden die Texte im Hinblick darauf untersucht, in welcher Weise die Drogen das Schaffen der Autoren beeinflusst haben und wie sich dieser Einfluss im Werk äußert. In einigen Texten werden die Drogen und ihre Wirkung explizit thematisiert, allerdings unter verschiedenen Gesichtspunkten: so finden sich z.B. ein Manifest zur Legalisierung von Cannabis, Warnungen vor negativen Auswirkungen exzessiven Drogenkonsums oder ein Einblick in die Lebenswelt eines Heroinabhängigen. Andererseits wird auch deutlich, dass der Einfluss der Drogen teilweise eher unterschwellig präsent ist, z.B. im Musikstil, der literarischen Form oder in einer grundlegenden Lebensphilosophie, die sich natürlich auch im Werk äußert. Es zeigt sich in jedem individuellen Fall ein Netzwerk aus psychologischen Gegebenheiten und soziokulturellen Einflüssen, das so vielfältig ist wie das Leben selbst.

Zusammenfassung (Englisch)

Artists seem particularly inclined to use drugs to enhance creativity and artistic expression, or to cope with the pressures of stardom; this became especially apparent in the 1960s. However, drug use by artists is not limited to this legendary decade. In the 19th century, authors already used and wrote about drugs. This thesis traces the relationship of drugs to writers and their work, i.e. it poses the question why an author uses a certain drug and why / how s/he writes about it, analysing song lyrics and literary works from different eras. One basic assumption is that artists are only human; therefore one introductory chapter is dedicated to the question why humans in general want to use drugs. For each drug, an overview of botanical origin, history and psychoactive properties is presented to facilitate the understanding of the following analyses. Subsequently, the texts are analysed with regard to how drugs influenced the authors' work and how this influence becomes apparent in the texts. Some texts explicitly mention drugs; however, there are varying points of view: e.g. there are a manifesto for the legalisation of cannabis, warnings about excessive drug use, or an insight into the life of a heroin addict. On the other hand, it becomes evident that the influence of drug use sometimes shows itself only in the musical or literary style or the authors' "weltanschauung", which, in turn, is reflected in their work. Each individual case shows a network of psychological circumstances and socio-cultural influences which is as multifaceted as life itself.