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Titel
Test zur Erfassung des kreativen Denkens (TEKD): Zusammenhänge mit umgebungsbezogenen Variablen und Vergleiche von Gruppen mit unterschiedlichen Kreativitätsschwerpunkten / Julia Strohmeier
Verfasser/ VerfasserinStrohmeier, Julia
Begutachter / BegutachterinFink Andreas
Erschienen2010
UmfangV, 69, [19] Bl. Anh. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kreatives Denken / Testkonstruktion / Kreatives Denken / Testkonstruktion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16800 Persistent Identifier (URN)
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Test zur Erfassung des kreativen Denkens (TEKD): Zusammenhänge mit umgebungsbezogenen Variablen und Vergleiche von Gruppen mit unterschiedlichen Kreativitätsschwerpunkten [0.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Kreativitätstest mit zeitgemäßen, alltagsnäheren Items zu entwickeln und diesen an einer ausreichend großen, heterogenen Stichprobe zu validieren. Des Weiteren soll ein Bewertungssystem für die Originalität, die zusätzlich zur Ideenflüssigkeit gemessen werden soll, entwickelt und empirisch erprobt werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Analyse von Gruppenunterschieden im Test zur Erfassung des kreativen Denkens, im Sinne einer Extremgruppenvalidierung, wobei bei der Stichprobenrekrutierung darauf Wert gelegt wurde, Personen, die als besonders kreativ gelten, mit Personen, die in einem geringeren Ausmaß als kreativ angesehen werden, zu vergleichen. Die Stichprobe setzt sich unter anderem aus FußballerInnen, MusikerInnen und FH-Studierenden zusammen. Memmert und Roth (2007) konnten zeigen, dass FußballerInnen besonders kreativ sind, indem sie sich durch außergewöhnlich kreatives Spielverhalten aus-zeichnen. Gibson et al. (2008) haben gezeigt, dass MusikerInnen kreativer sind als Nicht-MusikerInnen, wobei sie vor allem ein erhöhtes konvergentes und divergentes Denken aufweisen. Die Annahme, dass FH-Studierende herausragende kreative Leistungen erzielen, stützt sich auf die selektiven Aufnahmeverfahren der FH Joanneum Graz, bei denen unter anderem Kreativität als Auswahlkriterium herangezogen wird. In der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass FH-Studierende auch im hier verwendeten Test zur Erfassung des kreativen Denkens besonders kreativ sind. Sie zeigen in diesem Test kreativere Leistungen als SchülerInnen, Lehrlinge, Arbeitslose und FußballerInnen. Des Weiteren sind sie tendenziell kreativer als MusikerInnen. Ein weiteres Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass ein häufiges Beschäftigen mit geistigen Aktivitäten mit einer hohen Kreativität einhergeht. Insgesamt gesehen hat sich der Test zur Erfassung des kreativen Denkens als valides Verfahren erwiesen und ist somit für eine breitere Anwendung einsetzbar.

Zusammenfassung (Englisch)

In this work we aim to develop a creativity test which is composed of more timely and more realistic items. The test was validated in a sufficiently large and heterogeneous sample of participants. Besides measuring ideational fluency a scoring system for the assessment of originality is developed and empirically tested. The focus of this study is the comparison of different creativity groups with respect to creative task performance. On this account, the selection of participants was guided by the goal to compare persons who are assumed to be notably creative and less creative, respectively. Creativity samples include soccer players, musicians, and students at universities of applied sciences. Memmert and Roth (2007) showed that soccer players are especially creative. Gibson, Folley and Park (2008) pointed out that musicians demonstrate higher convergent and divergent thinking compared to non-musicians. Our assumption that students of the universities of applied sciences show high psychometrically determined creativity is based on the selective qualifying exams partly testing creativity, which they have to undertake to be accepted. Analyses suggest that students display a comparatively high performance in the employed tests of creative thinking compared to other participants, namely school-pupils, trainees, unemployed persons and soccer players. These analyses show that students are tentatively more creative than musicians. Additionally, psychometrically determined creativity was correlated with mental activities, and with the education of parents; the higher the parental education, the higher is the measured creativity of the participants. Summarizing, our test of creative thinking has proven to be a valid instrument and awaits application in future research.