Titelaufnahme

Titel
Der Arzt in der griechischen und römischen Antike / vorgelegt von Nadine Sylvia Pranger
Weitere Titel
The physician in Greek and Roman antiquity
Verfasser/ VerfasserinPranger, Nadine Sylvia
Begutachter / BegutachterinEnglhofer, Claudia
ErschienenGraz, 2017
Umfang121 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Arzt / Medizin / Antike
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-116243 Persistent Identifier (URN)
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Der Arzt in der griechischen und römischen Antike [1.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Arzt der griechisch-römischen Antike ist mit dem heutigen schwer vergleichbar: Es gab keine geregelte Ausbildung und neben ernstzunehmenden Ärzten trieben zahlreiche Wunderheiler ihr Unwesen, wogegen gelehrte Ärzte anzukämpfen hatten. Ärzte übten ihr Gewerbe als Wanderärzte, Privatärzte, Stadtärzte, Hofärzte oder Militärärzte aus, daneben existierten Fachärzte. Auch Frauen übten medizinische Berufe aus, Sklaven sind in der Literatur als Patienten und Ärzte belegt. Ärzte wurden in der griechischen Antike erstmals bei Homer erwähnt, die Wundversorgung war ihre Hauptaufgabe. Der Arzt Asklepios wurde zum Gott erhoben und sein Kult prägte die griechische, schließlich auch die römische Antike und ergänzte gewissermaßen die wissenschaftliche Medizin. Hippokrates machte die Medizin, vorerst Teil der Philosophie, zu einer eigenen Wissenschaft. Das Corpus Hippocraticum, eine gewaltige medizinische Schriftensammlung, entstand über mehrere Jahrhunderte und ist selbst heute noch für seine Ethik bekannt. Nach Hippokrates wirkten Ärzte aus Alexandria und diversen Medizinschulen, so die Empiriker, Methodiker und Pneumatiker mit ihren jeweiligen Anschauungen und Schwerpunkten.Die römische Medizin war über lange Zeit eine Volksmedizin: Kranke wurden durch Hausmittel von Laien behandelt. Trotz abgeneigter Haltung römischer Schriftsteller griechischen Ärzten gegenüber brachten diese als Migranten schließlich die gelehrte Medizin nach Rom. Im Laufe der Antike lebten und wirkten zahlreiche bedeutende Ärzte auch in Rom, beispielsweise Galen. Römische Autoren bewiesen sich in der medizinischen Fachschriftstellerei.

Zusammenfassung (Englisch)

Physicians in the Greco-Roman antiquity are difficult to compare with todays. Organised medical education did not exist and, apart from serious physicians, faith healers existed, whom professional physicians had to strive against. Physicians conducted their business as wandering doctors, private doctors, municipal physicians, court physicians or military doctors. In addition to that, there were medical specialists. Even women practised medical professions and also slaves are documented in literature as patients and as doctors. In ancient antiquity physicians were mentioned the first time by Homer, describing wound treatment as their main task. The physician Asklepios was raised to god and his cult characterised the Greek and, finally, the Roman antiquity too and complemented the scientific medicine virtually. Due to Hippocrates medicine, which previously had been a part of philosophy, became a separate branch of science. The Corpus Hippocraticum, an extensive collection of medical documents, developed over several centuries and is still known for its ethics. After Hippocrates there were physicians from Alexandria and several medical schools such as the Empirics, Methodologists and Pneumatics with their respective opinions and focusses. Roman medicine had been a folk medicine for a long time; laymen had healed sick people with domestic remedies. However, despite the aversion of Roman writers to Greek doctors, the Greek doctors introduced their medical knowledge in Rome as immigrants. During antiquity numerous prominent physicians lived and practised in Rome too, for instance Galen. Roman authors proved themselves in scientific writing.

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