Titelaufnahme

Titel
Das Vorsichtsprinzip als Instrument eines effizienten Gläubigerschutzes : Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen im Rahmen von Schuldverträgen / Birgit Beinsen
Verfasser/ VerfasserinBeinsen, Birgit
Begutachter / BegutachterinWagenhofer Alfred ; Mandl Gerwald
Erschienen2010
UmfangVIII, 207 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Rechnungslegung / Vorsichtsprinzip / Gläubigerschutz / Rechnungslegung / Vorsichtsprinzip / Gläubigerschutz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16462 Persistent Identifier (URN)
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Das Vorsichtsprinzip als Instrument eines effizienten Gläubigerschutzes [1.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sind die ökonomischen Konsequenzen, insbeson-dere mögliche Effizienzsteigerungen, der Anwendung einer vorsichtigen Rechnungslegung im Rahmen der vertraglichen Kreditgestaltung. In einem Signalingmodell werden Separating- und Poolinggleichgewichte des Agencyproblems bei Adverser Selektion bestimmt. Eine Sen-sitivitätsanalyse bezüglich der Variation der Verteilung der Unternehmenstypen, der Verwer-tungskosten und einer Variation und Endogenisierung der Rechnungslegungsgröße ? unter-sucht die Stabilitätseigenschaften des Modells. Bei gemeinsamem Auftreten von Adverse Selection und Moral Hazard erweisen sich sowohl negative als auch positive Beeinflussun-gen durch die zuvor erzielten Ergebnisse als möglich. Der modellierte Wirkungsmechanis-mus basiert entgegen üblichen Annahmen nicht auf geringeren Signalkosten des ?guten? (risikoärmeren) Unternehmens; entgegen intuitiven Erwartungen sind hohe Erfolgswahr-scheinlichkeiten nicht ausschlaggebend für die Vorteilhaftigkeit des Signalisierung. Das indi-viduelle Projektrisiko entscheidet im gegebenen Modellrahmen nur über die zu erzielende Zinsdifferenz, die Eintrittswahrscheinlichkeit der Signalkosten ist jedoch nicht ausschlagge-bend für die Kosten-Nutzen-Relation. Vielmehr sind es spezifische, vom Risiko unabhängige Projekteigenschaften, welche eine erfolgreiche Separierung ermöglichen. Auch das übliche Argument für Kreditsicherheiten, eine frühzeitige Warnung der Gläubiger vor negativen Ent-wicklungen, erweist sich im gegebenen Modell als irrelevant. Der Nachweis einer möglichen positiven Wirkung auf die Effizienz von Schuldverträgen spricht jedoch dafür, dem Unter-nehmen die Wahl einer adäquaten Bilanzierungsmethode zu überlassen.

Zusammenfassung (Englisch)

The object of this study are the economic consequences, especially possible increases of efficiency, of conservative accounting within debt contracts. In a signaling model separating and pooling equilibria of the agency problem under adverse selection are determined. A sen-sitivity analysis with regard to variations in the distribution of the types of the firms, to varia-tions in the costs of insolvency ?, to variations and the effects of endogenizing the account-ing parameter ?, examines the stability properties of the models. Regarding a common oc-currence of adverse selection and moral hazard, negative as well as positive effects, com-pared to the preceding results, prove as possible. In contrast to usual assumptions, the causal mechanism developed above is not based on lower signaling costs of the ?good? (less risky) firm; contrary to intuition, a high probability of success is not decisive regarding the profitability of signaling. Within the context of the equilibrium conditions derived, the individ-ual project risk determines only the realizable interest difference, whereas the probability of certain signaling costs does not determine the cost-benefit-relation. Rather specific, risk-independent project properties enable the successful separating of equilibria. Furthermore, the usual argument for credit security, namely a timely warning of creditors as regards nega-tive developments proves finally irrelevant in the model given. The demonstration of a possi-ble positive influence on the efficiency of contracts is in favour of leaving the choice of the adequate accounting method to the firm.