Titelaufnahme

Titel
Mother-daughter-relationships in American literature : life writings in Kim Chernin's works / vorgelegt von Julia Elisa Melcher
Verfasser/ VerfasserinMelcher, Julia
Begutachter / BegutachterinHölbling Walter
Erschienen2010
Umfang87 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Chernin, Kim / Mutter <Motiv> / Tochter <Motiv> / Chernin, Kim / Mutter <Motiv> / Tochter <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16342 Persistent Identifier (URN)
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Mother-daughter-relationships in American literature [0.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf Life-Writing Studies, die anhand der autobiografischen Werke der jüdisch-russisch-stämmigen, US-Amerikanischen Schriftstellerin Kim Chernin beispielhaft dargestellt werden. Es geht vorwiegend darum, den in der Literaturwissenschaft stattfindenden Begriffswandel in der Definition autobiografischer Texte, am Beispiel von vier Büchern der Autorin , aufzuzeigen und zu erklären, wie sich die Kategorie Life Writing definiert und wie dies in den Texten Chernins sichtbar wird. Als eine neue Form des Schreibens und abseits strenger literarsich-kanonischer Einteilungen, ermöglicht Life Writing vor allem weiblichen Schriftstellern eine neue Art über sich selbst und ihre weibliche Identität innerhalb einer patriarchalen Gesellschaft zu schreiben. Darüber hinaus werden die Texte auch bezüglich ihres sozio-kulturellen, gegenwartsbezogenenen Inhalts analysiert, in dem sich die Schriftstellerin und Psychotherapeutin besonders den Themen Ess-Störungen und Mutter-Tocher-Beziehungen widmet. Es wird erklärt, wie familiäre Strukturen und Konflikte mit der, in Westlichen Ländern zunehmenden, Erkrankung zusammenhängen und warum besonders Frauen unter einer gestörten Beziehung zu ihrem Körper und ihrem Essverhalten leiden. Im Buch In My Mothers House, erzählt Chernin außerdem, wie sie nach jahrelangen Konflikten mit ihrer Mutter gemeinsam einen Weg gefunden hat, diese literarisch aufzuarbeiten und sich wieder zu versöhnen. Chernin bedient sich beim Bruch mit gesellschaftlichen Tabus und der persönlichen Aufarbeitung ihrer Vergangenheit eines Schreibstils, der formal von gewohnten Textmustern abweicht, und ihr somit ermöglicht ihre weibliche Identität neu zu schreiben. Diese unabhängige Art des Schreibens und die Neuerkundung der weiblichen, literarischen Identität, gemeinsam mit dem Inhalt der behandelten Bücher, reihen Kim Chernin in die Liste der bekanntesten feministischen Schriftstellerinnen der letzten vierzig Jahre.

Zusammenfassung (Englisch)

The primary focus of this thesis lies on life writing studies, which are discussed in the context of the works by the Jewish-Russian-American writer Kim Chernin. The thesis aims at discussing the currently occurring shift in literary, generic definitions of autobiographical texts by means of four of Chernins autobiographical books (In My Mothers House, In My Fathers Garden, The Obsession and The Hungry Self), in which this generic re-definition become visible. The closer formal analysis of the texts will explain and exemplify their categorization into the category of life writing. In addition, life writing, as a form of writing which deviates from strict generic borders and has fewer limitations regarding formal criteria of a text, offers to female writers new ways of exploring their identities as women, living in a patriarchal society on a literary level. Further, the thesis treats the socio-cultural issues which the writer and psychotherapist Chernin raises in her texts, such as mother-daughter-relationships, female identity crises and eating disorders. The content analysis of Chernins books explains how familial structures and conflicts relate to the in Western countries increasing development of eating disorders among women and why they struggle with their female bodies, with food and their identities. The book In My Mothers House, furthermore, tells the story of Kim Chernin and her mother, who after years of conflicts and misunderstandings, find a way to solve their problems together on a literary level. Treating taboos of Western societies, working through and reconciling with her own past, Chernin creates an individual form of writing, in which she explores and defines her identity on a new way. Her independent style of writing constitutes an innovative form of female literary self-expression, which ranks Kim Chernin under the most influential feminist writers of the last four decades.