Titelaufnahme

Titel
Time windows in linguistic and cognitive development : single case studies from 11 months to 9 years / vorgelegt von Claudia Gölles
Verfasser/ VerfasserinGoelles, Claudia
Begutachter / BegutachterinPeltzer-Karpf Annemarie
Erschienen2010
Umfang98 Bl. : Zsfassung + CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Spracherwerb / Spracherwerb / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16260 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Time windows in linguistic and cognitive development [7.61 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Jede Sprache besitzt Merkmale, die für Kinder besonders leicht oder schwierig zu erwerben sind. Daher werden einige Elemente früher als andere beherrscht. Obwohl der Erwerb verschiedener Sprachen das Erlernen verschiedener Merkmale bedeutet, gehen viele Linguisten davon aus, dass die meisten Kinder ähnlichen Zeitfenstern folgen.Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Erstspracherwerb der Kinder und verweist auf Zeitfenster in der phonologischen, lexikalischen und morphologischen Entwicklung. Im Theorieteil werden Studien über Kinder, die entweder Deutsch, Englisch oder Französisch als ihre Erstsprache erwerben, herangezogen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Reihenfolge herauszufinden und zu begründen. Im empirischen Teil werden die linguistischen Fähigkeiten meiner vier Probanden, die Deutsch als Erstsprache erwerben, analysiert, um herauszufinden, ob sie die im theoretischen Teil vorgeschlagene Abfolge und die Zeitfenster in der phonologischen und morphologischen Entwicklung einhalten. Hierfür wurde ihre Spontansprache transkribiert und verschiedene linguistische Tests durchgeführt. Die Resultate meiner Studie zeigen, dass Matthias (16 Monate) und Marietta (26 Monate) der universellen Reihenfolge des Lauterwerbs folgen. Während der Junge seine sprachlichen Fähigkeiten zu einem in der Literatur vorgeschlagenen Zeitpunkt erwirbt, verzögert sich Mariettas Sprachproduktion. Auch ihre Brüder, Manuel (6;9 Jahre) und Florian (9;3 Jahre), begannen spät zu sprechen. Florian konnte sein frühes Defizit aufholen und weist nun keine linguistischen Auffälligkeiten mehr auf. Manuel hingegen bewältigte seine Artikulationsprobleme erst im Alter von sechs Jahren und hat heute Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Wie aus meiner Arbeit hervorgeht, können Zeitfenster verschoben werden, wodurch sich die sprachliche Entwicklung verlangsamen und verschieben kann. Aber Kinder können ihre frühen Defizite erfolgreich aufholen.

Zusammenfassung (Englisch)

Each language has features which are particularly simple or difficult for children to acquire. Therefore, some patterns are mastered early while others take several years until they are correctly applied. Acquiring different languages involves the acquisition of different grammatical elements. Nevertheless, research suggests that the majority of children follow similar timelines.The present master's thesis is concerned with the issue of first language acquisition of children and focuses on time windows in phonological, lexical and morphological development. In the theoretical part, studies of the acquisition of German, English or French as a first language are compared in order to discover and explain differences and similarities in the order and timing of development. In the empirical part, an analysis of the linguistic productions of my four subjects, who acquire German as their first language, should reveal if they keep to the universal order of phonological and morphological acquisition and to the time windows suggested in the theoretical part. Free speech was transcribed and various linguistic tests were conducted among them. The results of my study show that my probands Matthias (16 months) and Marietta (26 months) keep to the universal order of phonological acquisition. While the boy acquires his linguistic abilities right on time, the girl's language production is delayed. Her brothers Manuel (6;9 years) and Florian (9;3 years) also started to talk very late. But Florian was able to catch up his early delay and performs now within normal range. Manuel, in contrast, overcame his articulation problems not before age six and now has difficulties in reading and writing.As can be seen, the onset of a time window can be postponed, but the speed of the whole linguistic development may then be slowed down and shifted. However, children can catch up as an early delay does not necessarily involve further linguistic deficits.