Titelaufnahme

Titel
Verbale Unterstützer und Abschwächungen als weibliches Kommunikationsverhalten in gemischtgeschlechtlichen 4-er Gruppen / Lisa Maria Wagner
Verfasser/ VerfasserinWagner, Lisa Maria
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2010
Umfang83 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gruppe / Kommunikationsverhalten / Geschlechtsunterschied
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-16184 Persistent Identifier (URN)
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Verbale Unterstützer und Abschwächungen als weibliches Kommunikationsverhalten in gemischtgeschlechtlichen 4-er Gruppen [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen kommunizieren in vielfältiger Art und Weise. Es hat sich gezeigt, dass neben dem Geschlecht der InteraktionspartnerInnen auch der Status und der Kontext einer Interaktion das gezeigte Kommunikationsverhalten beeinflussen. Typisch weibliches Kommunikationsverhalten ist beziehungsorientiert. Männliches hingegen vor allem aufgabenorientiert. Die vorliegende Untersuchung stellte eine Verhaltensbeobachtung zu weiblichen Kommunikationsverhaltensweisen in gemischtgeschlechtlichen Vierergruppen dar. 40 Gruppen, zu je zwei Frauen und zwei Männer, hatten die Aufgabe innerhalb von 20 Minuten einen Werbespot bezüglich eines typisch weiblichen Themas (Make Up) bzw. eines typisch männlichen Themas (Motorrad) zu erarbeiten. Die eine Hälfte der Gruppen hatte einen männlichen die andere Hälfte einen weiblichen Teamleiter, welcher die Aufgabe hatte den Spot am Ende dem/der VersuchsleiterIn zu präsentieren. Die Gruppenarbeiten wurden auf Videos aufgezeichnet und herangezogen um die typisch weiblichen Kommunikationsverhaltensweisen verbale Unterstützer und Abschwächungen, geteilt in Mitigatoren und abschwächende metakognitive Äußerungsteile, in Abhängigkeit des Geschlechts der TeilnehmerInnen, des relativen Status der jeweiligen Person und der Geschlechtstypikalität der zu bearbeitenden Aufgabe zu untersuchen.Es zeigte sich, dass Frauen mehr verbale Unterstützer und tendenziell mehr abschwächende metakognitive Äußerungsteile zeigen als Männer. Diese Ergebnisse sind jedoch stark vom Status und der Art der Aufgabe abhängig. In Bezug auf das Verwenden von Mitigatoren bzw. generell im Zeigen von Abschwächungen konnten keine Unterschiede gefunden werden. Bezüglich des Status konnten nur Unterschiede zwischen den Frauen festgestellt werden. Frauen mit hohem Status unterstützen am meisten. Geschlechtsunterschiede in Abhängigkeit der zu bearbeitenden Aufgabe konnten nicht festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

People communicate in different ways. Variables like sex, status or sex typicality of the task influence the communication behaviour. Women tend to communicate relationship orientated and show more positive social behaviour. Men tend to communicate task orientated and try to maintain their status. Aim of the present study was to investigate typical feminine communication behaviour of people working together in mixed-sex groups of four. 40 groups, including two men and two women, had to produce a commercial spot concerning a feminine (make up) or a masculine (motorbike) task. One half of the groups had a feminine group leader, the other one a masculine one who had to present the spot in the end. The interactions have been recorded to analyze typical feminine communication (using disclaimers, qualifyers, backchannels) in dependence of the sex, status and the sex typicality of the task. Results have shown that women used significantly more backchannels and slightly more disclaimers than men did. Moreover results showed that the differences are influenced by the status of the person and the sex typicality of the task. Concerning using qualifyers no differences have been found. Differences between people of different status weren?t found either. Just women with high status used more backchannels than other women did. Effects of the typicality of the task weren?t found at all. Because it has been a student population could be a reason why there were just few differences to observe. During their studies they may learn to cooperate and not to weaken their status. Moreover the fact that the group leader had to present the result could have lead to some kind of pressure what may be the reason that women with high status used the most backchannels. Television experience could have been a reason why gender typicality of the task didn?t play a role at all. People who are watching more television may have already ?advertising knowledge? about the products, that they could use.